Freitag, 12. März 2010
Piñeras erste Amtshandlung: Besuch im Erdbebengebiet
Direkt nach seiner Amtseinführung besucht der neue chilenische Präsident Piñera das Gebiet, das vor zwei Wochen besonders stark von einem verheerenden Erdbeben getroffen wurde.
Piñera besichtete die Schäden in Constitución.
(Foto: dpa)
Wenige Stunden nach seiner Amtseinführung ist der neue chilenische Präsident Sebastián Piñera in das von dem Erdbeben vor zwei Wochen schwer getroffene Küstengebiet gereist. In der Stadt Constitución kündigte der 60-Jährige eine Soforthilfe von umgerechnet knapp 60 Euro für 4,2 Millionen bedürftige Kinder an. Ein entsprechendes Gesetz, dass er schon im Wahlkampf versprochen hatte, solle umgehend auf den Weg gebracht werden, sagte Piñera.
Der neue Präsident rief die Bevölkerung auf, sich nach dem schweren Beben vor zwei Wochen nun aufzuraffen und sich an den Wiederaufbau zu machen. "Trotz des Schmerzes, des Leids und des Unglücks müssen wir unseren Mut und unseren Willen wiederfinden und in der Lage sein, unsere Tränen zu trocknen", sagte er, bevor er sich zu einem Gang durch die zu einem Drittel zerstörte Stadt aufmachte. Am Meeresufer legte er in einem symbolischen Akt für jedes der 87 Todesopfer der Stadt eine Blume ins Wasser. Danach kehrte Piñera in die Hauptstadt Santiago zurück.
Die Amtseinführung Piñeras war zuvor von schweren Nachbeben begleitet worden, die in Teilen des Landes erneut für Panik sorgten. Die Behörden lösten vorübergehend eine Tsunami-Warnung aus. Bei dem Erdbeben der Stärke 8,8 am 27. Februar waren knapp 500 Chilenen ums Leben gekommen. Insgesamt sind Schätzungen zufolge rund zwei Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen.
AFP
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