Panorama

Rekordflut an der ElbeBislang halten die Deiche

23.01.2011, 15:30 Uhr
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Zwei Deichläufer kontrollieren an der Elbe bei Magdeburg den Deich. (Foto: dpa)

Die Pegelstände der Elbe kletterten am Wochenende über die bisherigen Höchstwerte. Doch die Deiche trotzen der Rekordflut. Von Entspannung kann aber noch keine Rede sein. Deichläufer sind derzeit Tag und Nacht unterwegs. Die Wassermassen der Elbe erschweren den Abfluss ihrer Nebenflüsse.

Das Hochwasser an der Elbe hat vielerorts Rekordhöhen erreicht. Doch die Deiche halten bisher. Hunderte Helfer waren zwischen Lauenburg in Schleswig- Holstein und Wittenberge in Brandenburg unterwegs, um die Deiche zu überwachen und Sickerstellen auszubessern. Mancherorts sinkt der Pegelstand bereits wieder leicht. Entwarnung konnten die Katastrophenstäbe aber noch nicht geben.

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Mit einem Boot fahren Einwohner in der Nähe von Dömitz (Ludwigslust) auf dem Hochwasser der Elbe an einem Ferienhaus vorbei. (Foto: dpa)

Sorge bereiten Helfern zwei provisorische Sanddeiche in Niedersachsen, die rund 60 Häuser im Ort Alt Garge schützen. In dem Ortsteil von Bleckede bei Lüneburg stieg der Wasserstand auf 11,46 Meter, 8 Zentimeter über die Rekordmarke von 2006. Auch in Dömitz in Mecklenburg-Vorpommern und Lauenburg knackte der Pegelstand die bisherigen Höchstwerte. Am Abend wurde die Hochwasserwelle in Geesthacht bei Hamburg erwartet.

Deichläufer beobachten die Lage

Von Entspannung könne noch keine Rede sein, sagte die Sprecherin des Katastrophenstabes im Landkreis Lüneburg, Sigrid Ruth. "Wir können nur sagen, dass es in der Nacht keine Verschlechterung der Situation gegeben hat. Die Pegelstände sind eher konstant." Entlang der Elbe seien derzeit Tag und Nacht die Deichläufer unterwegs.

Aus Brandenburg meldeten die Helfer dagegen bereits leicht sinkende Pegelstände. Bei Wittenberge sank der Wasserspiegel in der Nacht zu Sonntag um zehn Zentimeter. Die höchste Hochwasserwarnstufe 4 bleibe aber bestehen, berichteten die Behörden. Es sei nicht damit zu rechnen, dass die Pegelstände schnell sinken. In Mecklenburg- Vorpommern erreichte das Hochwasser am Wochenende seinen Höhepunkt. Die Verantwortlichen für den Hochwasserschutz waren aber sicher, dass die Deiche der Rekordflut standhalten. Bisher seien kaum Schäden gemeldet worden.

Die Wassermassen der Elbe erschweren zudem den Abfluss ihrer Nebenflüsse. Bereits am Freitag war daher damit begonnen worden, an der Löcknitz in Nordbrandenburg den 2200 Hektar großen Sommerpolder der Lenzer Wische zu fluten. An der Havel stand das Hochwasser mit 4,39 Meter am Pegel Havelberg Stadt nach wie vor über dem Richtwert für Alarmstufe 4 - Tendenz gleichbleibend.

Quelle: dpa