Dienstag, 12. Mai 2009
"Sonst gibt's hier ein Massaker"
Bombenanschlag in Athen
Athen kommt nicht zur Ruhe: Eine starke Explosion hat am frühen Dienstagmorgen die Vorstadt Aryroupolis im Südosten der griechischen Hauptstadt erschüttert. Wie ein Polizeioffizier im Staatsradio sagte, handelte es sich um eine Bombe, die im Eingang einer Bank installiert war. Es entstand erheblicher Sachschaden. Verletzt wurde niemand. Ein Bekennerschreiben lag zunächst nicht vor.
Kurz vor dem Anschlag hatte ein anonymer Anrufer mit einem Telefonat bei einer Zeitung vor der Detonation gewarnt. Zeit für die Entschärfung der Bombe hatten die Beamten nicht. "Die Explosion hat unser Haus, das rund 200 hundert Meter entfernt liegt, erschüttert. Alle Fensterscheiben rund um die Bank sind zerstört. Sogar Bäume wurden abgerissen", sagte ein Einwohner im Rundfunk.
Täter drohen mit Maschinenpistole
Eine Polizeistreife traf Medienberichten zufolge bei einer Routinekontrolle zufällig auf die vier mutmaßlichen Täter, die auf zwei Motorrädern flohen. Die zwei Polizisten wurden jedoch überrascht als einer der vier Männer sie mit einer Maschinenpistole bedrohte und ihnen sagte: "Geht weg, sonst gibt's hier ein Massaker." Die überraschten Polizisten blieben stehen und die mutmaßlichen Täter verschwanden in der Dunkelheit, hieß es in den Berichten.
In Griechenland dreht sich seit Dezember 2008 eine Gewaltspirale. Diese begann, nachdem ein Jugendlicher am 6. Dezember 2008 von einer Kugel aus der Waffe eines Polizisten getroffen wurde und starb.
AFP
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