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Mittwoch, 14. Juli 2010

Würdevolle letzte Tage: Briten bei Sterbebegleitung Spitze

Der Tod ist niccht zu verhindern, aber er kann menschlich begleitet werden.

Der Tod ist niccht zu verhindern, aber er kann menschlich begleitet werden.
(Foto: dpa)

Sterbende werden in Großbritannien so gut betreut wie in keinem anderen Land der Welt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die erstmals in Anlehnung an Tabellen zur Lebensqualität die "Sterbequalität" in verschiedenen Ländern untersucht hat. Deutschland kommt auf Platz 8 von 40 Ländern, teilte die Lien-Stiftung in Singapur mit. Sie hatte die Studie bei der "Economist Intelligence Unit" in Auftrag gegeben.

Der Weltverband für Palliativpflege (WPCA) schätzt, dass weltweit 100 Millionen Kranke und Angehörige im Jahr besonders betreut, begleitet und geschult werden müssten. Tatsächlich hätten nur acht Millionen Menschen Zugang zu Einrichtungen wie Hospizen und umfassender häuslicher Sterbebegleitung.

Früher Wandel

In Großbritannien begann die moderne Hospizbewegung zur Pflege Sterbender in den 60er Jahren. Das Land erhielt Topnoten unter anderem, weil das Thema Sterben in der Gesellschaft kein Tabu mehr ist, weil Pflegekräfte eigens ausgebildet werden und schmerzlindernde Mittel wie Opiate problemlos zu bekommen sind.

Die Analysten untersuchten auch, welche staatlichen Hilfen es für Hospize zur Pflege Sterbender gibt und ob die Regierung Standards für die Versorgung in den letzten Lebensmonaten entwickelt. Sie berücksichtigten auch die Höhe der Gesundheitsausgaben und die Lebenserwartung. Die Lien-Stiftung mit Sozial- und Umweltschwerpunkt hat einige Projekte zur Thematisierung von Tod und Sterben gefördert.

dpa

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