Panorama

Unglück in IndienBrücke begräbt viele Menschen unter sich

31.03.2016, 13:38 Uhr
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Wie es zu dem Unglück kam, ist noch nicht klar. (Foto: AP)

In Kalkutta stürzt eine halbfertige Straßenüberführung ein. Sie fällt auf mehrere Autos und Rikschas. Mindestens 20 Menschen kommen ums Leben. Rettungskräfte suchen in den Trümmern nach Verschütteten. Es werden viele weitere Tote befürchtet.

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Die Brücke stürzte auf eine belebte Straße. (Foto: REUTERS)

In der ostindischen Metropole Kalkutta ist eine zur Hälfte fertig gestellte Straßenüberführung eingestürzt und hat viele Menschen unter sich begraben. Mindestens 20 Menschen wurden getötet. Fast hundert Menschen wurden verletzt. Zahlreiche Menschen wurden Medienberichten zufolge noch unter den Trümmern vermutet.

Viele parkende Autos und Rikschas sowie ein Bus wurden verschüttet, als ein Teil der unfertigen Autobahn-Verbindungsrampe zusammenbrach, wie Medien Augenzeugen zitierten. Nach Angaben der für das Bauwerk zuständigen Konstruktionsfirma war ein Tragebalken umgefallen und ein weiterer zusammengebrochen. "Wir wissen noch nicht genau, was das Problem war", sagte KP Rao, Sprecher der Baufirma IVRCL. Demnach arbeiteten bis zu 40 Menschen auf der Baustelle. Das Unternehmen vermisste nach dem Unglück mindestens zwei Ingenieure.

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Mehrere Fahrzeuge wurden vom Schutt begraben. (Foto: AP)

Die Brücke fiel laut Polizei auf einer Strecke von rund 80 Metern zusammen und stürzte auf eine darunter gelegene belebte Straße. Polizisten und Passanten versuchten verzweifelt, die Betontrümmer anzuheben, um an mögliche Überlebende heranzukommen. Zudem wurden die Bergungsarbeiten von der Armee unterstützt. Auch Kräne und schweres Gerät wurden eingesetzt, um unter Schutt begrabene Fahrzeuge freizuschaufeln. Nach Angaben der Polizei wurden viele Menschen an Kopf und Nacken verletzt. Einige erlitten Brandverletzungen, als ihre Autos Feuer fingen. Mindestens 60 Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden, hieß es. Die Ursache für das Unglück ist noch unklar. Die Baufirma soll finanzielle Probleme haben, die Arbeiten sollen wiederholt ins Stocken geraten sein, berichtete der Nachrichtensender India Today.

In Indien sind Unfälle dieser Art keine Seltenheit. Das Land hat einen enormen Bedarf an Häusern und Straßen. Aus Kostengründen und um Zeit zu sparen kommt es immer wieder zu Pfusch am Bau - Sicherheitskontrollen haben die Bauunternehmen kaum zu befürchten.

Quelle: ntv.de, hul/kpi/AFP/dpa

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