Freitag, 20. November 2009
Sarkozy will den Autoren ehren: Camus soll ins Panthéon
Der am 4. Januar 1960 bei einem Autounfall ums Leben gekommene Autor Albert Camus sollte nach Ansicht des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy ins Pariser Panthéon überführt werden.Es wäre ein "außergewöhnlich überzeugende Entscheidung", die Gebeine Camus' 50 Jahre nach seinem Tod in der Kultstätte im Zentrum der französischen Hauptstadt beizusetzen, sagte Sarkozy am Rande des EU-Sondergipfels in Brüssel.
Camus starb bereits 1960.
(Foto: AP)
Er habe bereits mit den Angehörigen des Schriftstellers und Philosophen Kontakt aufgenommen, da für die Überführung deren Einverständnis erforderlich sei, fügte Sarkozy hinzu. Bislang sei "die Entscheidung noch nicht gefallen".
Das Panthéon in Paris steht direkt neben den Gebäuden der Universität Sorbonne. Ursprünglich war das Panthéon als Kirche konzipiert. Es wurde jedoch im Gefolge der Französischen Revolution zu einer nationalen Gedächtnisstätte umfunktioniert. Camus ist neben Jean-Paul Sartre der führende Denker des französischen Existenzialismus der Nachkriegszeit.
Literaturnobelpreis 1957
Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Romane "Der Fremde" und "Die Pest", die philosophischen Traktate "Der Mythos von Sisyphos" und "Der Mensch in der Revolte" sowie Theaterstücke wie "Caligula" und "Die Besessenen". 1957 erhielt Camus den Nobelpreis für Literatur.
dpa
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