Panorama

Überschwemmungen und ErdrutscheChinesen fliehen vor der Flut

20.06.2010, 13:02 Uhr
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Die Stadt Yujiang in der Provinz Jiangxi steht unter Wasser. (Foto: AP)

Zum Schutz vor einer Flutkatastrophe werden im Süden Chinas fast anderthalb Millionen Menschen in Sicherheit gebracht. Tagelanger Regen lässt die Pegel mehrerer Flüsse gefährlich ansteigen lassen. Mindestens 132 Menschen kommen bei Überschwemmungen und Erdrutschen ums Leben.

Heftige Regenfälle seit einer Woche haben im Süden Chinas zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Nach Berichten staatlicher Medien kamen mindestens 132 Menschen ums Leben. 86 Personen wurden noch vermisst.

Zum Schutz vor einer Flutkatastrophe wurd e fast anderthalb Millionen Menschen in Sicherheit gebracht worden. Nachdem tagelanger Regen die Pegel mehrerer Flüsse gefährlich habe ansteigen lassen, hätten mehr als 1,4 Millionen Menschen ihre Häuser verlassen müssen, berichteten staatliche Medien.

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Hunderttausende müssen in Sicherheit gebracht werden (Foto: Notquartier in einer Turnhalle in Nanping in der provinz Fujian). (Foto: dpa)

Aus den Gebieten an Flussufern und tiefer gelegenen Gebieten in der Nähe der Hochwasser führenden Flüsse wurden nach Angaben der Behörden mehr als 1,4 Millionen Anwohner in Sicherheit gebracht, wie die staatliche Zeitung "China Daily" berichtete. Bereits am Donnerstag hatte der Perlfluss in der Provinz Guangdong einen gefährlichen Wasserstand erreicht. Der weitverzweigte Strom ist Chinas zweitlängster Wasserweg.

Das Staatsfernsehen zeigte Bilder aus Guangdong von fast völlig überfluteten Häusern. In der benachbarten Provinz Fujian traten ebenfalls Flüsse über ihre Ufer. In der Provinz Jiangxi begannen Arbeiter, riesige Steinbrocken von den Straßen zu räumen, die durch Erdrutsche dorthin gelangt waren.

Die Kosten der Katastrophe belaufen sich mittlerweile auf rund elf Milliarden Yuan (1,3 Milliarden Euro). Rund 155.000 Häuser seien beschädigt worden, etwa die Hälfte davon komplett eingestürzt. Über 500.000 Hektar Ackerland sei zerstört worden - eine Fläche zwei Mal so groß wie das Saarland.

Der Nationale Wetterdienst warnte am Sonntag vor weiteren Regenstürmen in den kommenden Tagen. "Das Ausmaß und die Stärke des Regens hat zugenommen", erklärte die Behörde auf ihrer Internetseite. Bereits am Freitag hatte der Wetterdienst für die Unwetterregion die zweithöchste Alarmstufe, orange, ausgerufen.

Quelle: AFP