AuslandsreportDer grausame Tod im Öl
Die Ölpest bahnt sich ihren Weg durch das Mississippi-Delta. Das Ausmaß wird immer größer. Über Wasser, unter Wasser: Viele Tiere sterben einen qualvollen Tod.
Während die US-Amerikaner im Mississippi-Delta von sauberem Meerwasser träumen, denken die Ägypter aus Al Fayoum an das schnelle Geld in Italien. Andere könnten sich längst zur Ruhe setzen, doch arbeiten auch noch mit 95 in einem Londoner Baumarkt. Auch die neureichen Chinesen müssen sich um Geld keine Sorgen machen und finanzieren ihren Kindern den Sport der Könige. Sehen Sie den Auslandsreport.
Die neureiche chinesische Elite möchte selbstbewusste Kinder mit Haltung. Kaum können sie laufen, sitzen sie auch schon auf einem Pferd. Aber reiten allein - nein. Es muss schon der Sport der Könige sein: Polo. Für eine Mitgliedschaft im Sportclub blättern die Eltern da auch gerne mal 12.000 Euro im Jahr hin, Trainingsstunden nicht mitgerechnet.
Mit 76 Jahren hat er angefangen in einem Londoner Baumarkt zu arbeiten. Mittlerweile ist er in seinem 20. Dienstjahr. Und er ist nur einer von vielen: Jeder vierte ist dort über 50 Jahre alt. Der Filialleiter setzt bewusst auf ältere Arbeitnehmer, denn die sind besonders erfahren und kompetent. Damit will der Baumarkt einen neuen Trend in Großbritannien setzen.
Über Wasser, unter Wasser: Das Öl ist überall. Pelikane bleiben am ölverschmierten Ufer stecken. Fische ziehen sich tiefer ins Meer zurück, wo das Wasser noch sauberer ist. Doch die Ölklumpen können bis zu 1000 Meter in die Tiefe sinken. Hunderte Einzelkämpfer und Teams sind im Einsatz, um die Katastrophe einzudämmen. Doch das Ausmaß ist längst zu groß.
In keinem Land der Welt ist AIDS so verbreitet wie in Südafrika. Längst ist die Ansteckung mit dem Virus nicht mehr nur eine persönliche Tragödie, sondern auch ein wirtschaftliches Problem. Damit die Minenarbeiter nicht ausfallen, setzen Konzerne wie Goldfields auf Aufklärung. Keine leichte Aufgabe in der verschworenen Männerwelt des Bergbaus.
Viele Ägypter aus Al Fayoum wollen keine Schafe mehr züchten. Sie wollen das schnelle Geld machen, und zwar in Italien. Wenn sie in ihre Oase zurück kommen, bauen sie Häuser im lombardischen Stil oder machen Läden auf und versauen die Preise. Kaum ein zu Hause Gebliebener kann sich deren Angebote leisten.