Panorama

Hitze ohne EndeDie Nächte werden tropisch

08.07.2010, 15:14 Uhr

Heiß, heißer, Deutschland: Nach der ersten Hitzewelle stehen den Deutschen erneut schweißtreibende Tage und Nächte bevor. Bis Ende nächster Woche bleibt uns die Bullenhitze erhalten. Hoch "Zadok" sorgt für Temperaturen knapp unter 40 Grad.

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Erfrischung für ein Alpaka im Zoo Osnabrück. (Foto: dpa)

Hitze ohne Ende und kein Landregen in Sicht - hochsommerlich mit Spitzentemperaturen über 35 Grad geht es in Deutschland weiter. Den Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle erwarten die Meteorologen am Wochenende, dann soll es tagsüber bis zu 37 Grad heiß werden. In den Nächten sinkt die Temperatur vielerorts nicht unter 20 Grad - die Meteorologen sprechen dann von Tropennächten. Ab Samstag ziehen nachmittags Gewitterwolken auf.

Ein Ende der Hitze sei nicht in Sicht, sagte Meteorologe Stefan Külzer vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. "Vielleicht wird es am Dienstag ein bisschen kühler." Erst Ende kommender Woche bestehe eine gewisse Chance auf grundlegende Wetteränderung. Bis dahin bleibt es tagsüber um die 30 Grad heiß.

"Zadok" und "Leonore"

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Die Luft über dem Kaiserdamm in Berlin: Die Gesundheitsverwaltung des Senats warnt vor erhöhten Ozonwerten und ruft die Berliner auf, ihre Autos stehen zu lassen. (Foto: dpa)

Wie vor einer Woche, als Deutschland unter der Gluthitze stöhnte, bestimmen ein Hoch und ein Tief das Wettergeschehen: Hoch "Zadok" über Zentraleuropa und Island-Tief "Leonore" lenken mit vereinten Kräften heiße Luft aus Süden heran. Das Hoch, das ganz langsam nach Osten wandert, sorgt von Spanien bis Polen für große Hitze.

Im Westen werde es am Freitagabend die ersten lokalen Gewitter geben, dann ziehe die Gewitterfront Tag für Tag ein wenig weiter nach Osten, sagte Külzer. Immer nachmittags kann es vereinzelt heftigen Regen und Hagel geben. Vormittags scheint überall die Sonne. Eine Entspannung bei der Waldbrandgefahr gibt es nicht, dafür wäre gleichmäßiger, durchdringender Landregen nötig. Für große Gebiete Ostdeutschlands gilt daher die höchste Waldbrandgefahrenstufe.

Quelle: dpa