Panorama

Kritische Lage auch an Rhein und ElbeDonaustädte rüsten sich für Flut

15.01.2011, 08:42 Uhr

Die Bewohner von Regensburg müssen sich auf die höchste Flutwelle seit Jahren gefasst machen. Noch halten die Schutzwände, doch im Laufe des Tages wird eine Pegel von 6,40 Meter erwartet. In Passau sinkt die Donau leicht, doch nur vorübergehend. Am Rhein und an der Elbe sind die Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft.

Während die Pegel von Elbe und Rhein in der Nacht beharrlich aber meist langsam gestiegen sind, bereitet man sich an der Donau auf eine Flutkatastrophe vor. In Regensburg erwartet der Krisenstab eine mindestens 6,40 Meter hohe Flutwelle. Damit würde der Pegelstand leicht unter dem der Flutkatastrophen von 1988 und 2002 bleiben. Noch können die mobilen Schutzwänden das Wasser halten.

Oberbürgermeister Hans Schaidinger zeigte sich pessimistisch: "Die Prognosen sind so, dass wir ein schlimmes und gefährliches Hochwasser befürchten müssen", erklärte er im Bayerischen Rundfunk. Pro Stunde steigt das Wasser derzeit um drei Zentimeter.

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Passau kann nur kurz durchatmen. (Foto: dapd)

In Passau ist der Pegel der Donau nach einem rasanten Anstieg zunächst wieder unter neun Meter gefallen. Für Sonntag rechnet man jedoch mit einer neuen Flutwelle.

Der Rhein stieg in der Nacht weiter an, sagte ein Mitarbeiter des Hochwassermeldezentrums in Mainz. Hier wurde in den frühen Morgenstunden ein Pegel von rund 6,30 Meter erreicht, wobei der Anstieg wohl erst am Sonntag wieder nachlassen werde. Auch in Koblenz wird der Scheitelpunkt am Sonntag erwartet, teilte ein Feuerwehrsprecher mit. Das Wasser sei in der Nacht leicht angestiegen auf über sieben Meter, werde aber hinter den Höchstständen vom Wochenbeginn zurückbleiben. Zum Ende des Wochenendes sei mit einem Scheitelpunkt der Fluten bei 7,40 Metern zu rechnen.

Alarmstufe 4 in Dresden

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Auch Dresden muss sich auf erneutes Hochwasser einstellen. (Foto: dpa)

Das Landeshochwasserzentrum in Dresden hat seine Hochwasserwarnungen erneuert. Demnach wird die Elbe voraussichtlich stellenweise auf bis zu siebeneinhalb Meter steigen und damit die höchste Alarmstufe 4 erreichen. Der Wasserstand der Schwarzen Elster nähert sich dem Richtwert für den Katastrophenabwehr-Alarm angenähert.

In Brandenburg und in Thüringen gilt vielerorts Alarmstufe 3, wie die Hochwassermeldezentrale bekannt gab. In Sachsen-Anhalt soll zum Schutz der Stadt Magdeburg das Pretziener Wehr geöffnet werden. Es ist die wichtigste Hochwasserschutzanlage der Region. Für die Elbe wird in Magdeburg mit einem Anstieg des Pegelstandes auf 5,50 Meter gerechnet.

Quelle: dpa