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Dienstag, 15. Januar 2008

Hochwasser im Süden Afriaks: Dutzende Tote

Nach tagelangen sintflutartigen Regenfällen sind im südlichen Afrika mehrere Dutzend Menschen ums Leben gekommen und mehr als 130.000 weitere obdachlos geworden. Der Osten Sambias ist nach dem Einsturz einer Brücke nahe dem Ort Nyimba nur noch auf dem Luftweg zu erreichen. In Mosambik kündigten die Behörden eine Luftbrücke an, um mindestens 9.000 Eingeschlossene aus den Überschwemmungsgebieten am unteren Sambesi in Sicherheit zu bringen. Betroffen sind vor allem die Provinzen Manica, Sofala, Tete and Sambesia, wo die Wasserstände weiter dramatisch steigen.

"Die Leute sind in ihren Lehmhütten gefangen. Es gibt Schulen und Gesundheitszentren, die total unter Wasser stehen", sagte der stellvertretende Leiter des Katastrophenschutzes INGC, Joo Ribeiro. Allein in Mosambik seien bis Sonntag sieben Menschen ums Leben gekommen. 63.000 Einwohner seien in Sicherheit gebracht worden. Neben Mosambik sind auch die Anrainerstaaten des Sambesi und seiner Zuflüsse - Sambia, Simbabwe und Malawi - betroffen, wo zahlreiche Dörfer infolge des Hochwassers von der Außenwelt abgeschnitten sind. In Sambia rissen die Fluten nach Behördenangaben drei Menschen in den Tod, während landesweit 60.000 Betroffene aus ihren Dörfern fliehen mussten.

In Simbabwe, wo bisher mindestens 30 Menschen getötet wurden, befürchten die Behörden ein Ansteigen der Wasserstände im Norden und Osten des Landes. Der Zivilschutz warnte vor einem starken Anschwellen des Cahora Basse-Staudamms. Sollten die Schleusen weiter geöffnet werden, würden die Wassermassen das dahinter liegende Land in Mosambik noch mehr überschwemmen. Der Sambesi ist Afrikas viertgrößter Strom, er ergießt sich an der Küste von Zentral-Mosambik in den Indischen Ozean.

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