Katastrophe am Great Barrier ReefEigner entschuldigt sich
Nach Angaben des chinesischen Eigners hatte die Besatzung des Unglückschiffs am Great Barrier Reef bereits fünf Minuten nach dem Unglück die Behörden informiert. Derweil untersucht die Polizei, ob der Verantwortliche auf der Brücke zum Zeitpunkt des Unglücks eingenickt war.
Sechs Tage nach dem Frachterunglück am Great Barrier Reef vor Australien hat der chinesische Eigner des Frachters sich erstmals öffentlich geäußert. Er wies Vorwürfe zurück, die Mannschaft habe zwei Stunden gebraucht, um die Behörden zu alarmieren.
Zudem entschuldigte sich der Eigner für den Unfall und beteuerte, alles zu tun, um Umweltschäden zu verhindern. An Bord begann unterdessen die schwierige Aktion, das verbliebene Öl auf einen anderen Frachter umzupumpen. Rund vier der 950 Tonnen Öl sind bereits ausgelaufen. Der Kohlefrachter war bei voller Fahrt fernab der Schifffahrtsstraße auf das größte Korallenriff der Welt aufgelaufen.
Erste Meldung nach fünf Minuten
"Die "Shen Neng 1" lief am 3. April um 17.05 Uhr auf Grund. Das wurde um 17.10 Uhr dem australischen Zentrum für Rettungskoordination gemeldet", teilte die Firma Shenzhen Energy Transport mit. Sie ist Teils von chinesischen COSCO, der zweitgrößten Schifffahrtsfirma der Welt. Der Frachter habe eine nötige Kurskorrektur nach Osten versäumt und sei deshalb auf das Riff gelaufen.
Die Polizei war unterdessen erneut an Bord, um die Mannschaft zu dem Unglück zu befragen. Nach australischen Medienberichten wird untersucht, ob der Verantwortliche auf der Brücke zum Zeitpunkt des Unglücks eingenickt war.