Freitag, 14. Dezember 2007
Vertauschte Babys im Saarland: Eine der Mütter erst 15
Neue Wendung im Fall der beiden in einer Klinik in Saarlouis (Saarland) vertauschten Neugeborenen: Eine der Mütter sei bei der Geburt ihres Babys erst 15 Jahre alt gewesen, berichtete die "Saarbrücker Zeitung". Der per DNA-Test ermittelte Vater soll ebenfalls minderjährig sein, hieß es weiter. Die Eltern des anderen vertauschten Babys überlegten unterdessen, beide Kinder bei sich großzuziehen. Sie hatten ein halbes Jahr das Baby der Minderjährigen als vermeintlich eigenes aufgezogen, während die minderjährige Mutter das Kind des erwachsenen Elternpaares hatte.
Der DNA-Test sei vom Jugendamt angeordnet worden, um die Vaterschaft zu klären, schrieb die Zeitung. Bislang hatte das Landratsamt erklärt, der Vater des Babys habe Zweifel bekommen, dass es sich um sein leibliches Kind handelt, und daher den Test machen lassen. Der Gentest hatte ergeben, dass weder er noch die vermeintliche Mutter mit dem kleinen Mädchen verwandt sind. Daraufhin war die Suche nach den richtigen Eltern des Babys und nach dem richtigen Baby der Minderjährigen gestartet worden. Ein Sprecher des Landratsamtes wollte den Zeitungsbericht mit Hinweis auf den Datenschutz nicht kommentieren.
Die beiden Neugeborenen waren vor rund sechs Monaten in einer Klinik in Saarlouis vertauscht worden - möglicherweise weil beim Waschen die Namensbändchen abgestreift und anschließend falsch zugeordnet wurden. Um die richtigen Eltern zu finden, waren mehr als ein Dutzend Paare untersucht worden. Den Kindern gehe es gut, hatte das Landratsamt am Mittwoch mitgeteilt.
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