Infektionen mit LeptospiroseEpidemie auf Philippinen
Nach schweren Unwettern ist auf den Philippinen eine tödliche Epidemie ausgebrochen.
Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, sind alleine in der Hauptstadt Manila seit Anfang Oktober mindestens 89 Menschen an der Infektionskrankheit Leptospirose gestorben. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres seien nur 39 Menschen an der Krankheit gestorben, die sich in verunreinigtem Wasser rasch ausbreitet. Der dramatische Anstieg sei den Überschwemmungen zuzuschreiben, sagte Gesundheitsminister Francis Duque.
Die philippinischen Behörden verteilen derzeit nach eigenen Angaben Antibiotika an rund 1,3 Millionen Menschen, um die Epidemie einzudämmen. Nach dem Durchzug der Tropenstürme "Parma" und "Ketsana" Ende September stehen Teile von Manila und angrenzende Gebiete unter Wasser. Die Stürme verursachten im ganzen Land Überschwemmungen und Erdrutsche, die mehr als 770 Menschen das Leben nahmen.
Unterdessen muss sich der Inselstaat auf einen neuen Tropensturm einrichten. "Lupit" könnte noch Kraft sammeln und Anfang kommender Woche als Super-Taifun an Land kommen, warnte Chefmeteorologe Nathaniel Cruz am Freitag. Der Tropensturm nahm Kurs auf den nördlichen Teil der Philippinen.