Panorama

Hunderte Häuser evakuiertErdrutschgefahr in Kalifornien

21.01.2010, 13:48 Uhr

Es ist ein ewiger Kreislauf: Wegen der häufigen Waldbrände in Kaliforniens Bergen können die Böden an den kaum bewachsenen Hängen nur wenig Regenwasser aufnehmen. Bei Starkregen drohen Erdrutsche.

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Die verbrannten und ausgedörrten Böden können kein Wasser aufnehmen. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Schwere Unwetter haben die Behörden im Süden des US-Bundesstaates Kalifornien in Alarmbereitschaft versetzt. Nach sintflutartigen Regenfällen waren Straßen überflutet, mehr als 500 Häuser wurden wegen Erdrutschgefahr evakuiert. Nach den schweren Wald- und Buschbränden des vergangenen Jahres sind in den Hügellandschaften viele Abhänge "kahlgefressen" und nun so durchweicht, dass der Boden nachzugeben droht. Auch ein Abschnitt des San Diego Freeway, eine Hauptverkehrsader, stand unter Wasser und musste gesperrt werden.

Heftige Winde heulten in den Schluchten, Tausende Haushalte waren ohne Strom. Zwei Passagierflugzeuge wurden von Blitzen getroffen, konnten jedoch sicher landen. Örtliche Medien sprachen von einem Monstersturm. Besonders betroffen war die Region Los Angeles. Der nationale Wetterdienst warnte vor weiteren schweren Gewittern und Stürmen in Tornadostärke. In mehreren Städten waren nach Angaben des Senders bereits Dächer eingestürzt.

Ursache für das dritte schwere Unwetter innerhalb weniger Tage ist das Klimaphänomen El Niño. Etwa alle drei bis sieben Jahre dringt warmes Pazifikwasser an die Westküste Südamerikas vor, der kalte Humboldtstrom wird verdrängt. Luftdruckverhältnisse und Windverhältnisse ändern sich dann drastisch. Das Phänomen hat weltweiten Einfluss auf die Wetterverhältnisse.

Quelle: dpa