Panorama

37-Jähriger stirbt bei Explosion in AuerstedtErmittler suchen nach Chemikalien

15.07.2013, 18:43 Uhr

Drei Mal knallt es im thüringischen Auerstedt. Ein Gebäude stürzt ein und ein Feuer bricht aus. Für einen 37-Jährigen kommt jede Hilfe zu spät. Er stirbt. Offenbar hatte er vor dem Unglück mit Chemikalien hantiert.

Die Explosion in Auerstedt in Thüringen mit einem Toten könnte durch Chemikalien verursacht worden sein. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes suchten am Tag nach dem Unglück in den Trümmern des eingestürzten Gebäudes nach Spuren. Nach ersten Erkenntnissen habe der 37-Jährige vor seinem Tod im Nebengebäude eines Wohnhauses mit Chemikalien hantiert, sagte der Leiter der Polizeiinspektion Apolda, Frank Geilert. Möglicherweise habe der Mann dabei Fehler gemacht. Aber auch ein technischer Defekt sei denkbar.

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Das Nebengebäude des Wohnhauses stürzte ein. (Foto: dpa)

Auf dem Grundstück war es am späten Sonntagnachmittag zu drei Detonationen hintereinander gekommen. Ein Nebengebäude eines Wohnhauses stürzte ein und ein Brand wurde ausgelöst. Dabei kam der 37-Jährige ums Leben.

Feuerwehrleute fanden den Toten in den Trümmern. Laut Polizei handelt es sich um einen in Apolda lebenden Verwandten des Grundstücksbesitzers, der zurzeit in Auerstedt zu Besuch war.

Bei dem Unglück wurden laut Polizei auch fünf weitere Menschen verletzt. Darunter sind ein Feuerwehrmann und ein Mann, der den 37-Jährigen noch aus dem Feuer zu retten versucht habe. Beide erlitten Rauchgasvergiftungen.

Andere Verletzte erlitten einen Schock beziehungsweise ein Knalltrauma - einen Hörschaden als Folge der lauten Detonationen. Alle Verletzten wurden ambulant behandelt.

Die Explosionen beschädigten auch Fensterscheiben, Dachteile und Mauerwerk umstehender Häuser. Zur Höhe des Sachschadens konnte die Polizei am Montag zunächst keine Angaben machen.

Quelle: ntv.de, hah/dpa