Lehrer und KinderbetreuerEuropol hebt Porno-Ring aus
Die Polizeibehörde Europol nimmt einen weit verzweigten Konderporno-Ring hoch. Nach zwei Jahren Ermittlungen werden 115 Verdächtige verhaftet.
Bei einer europaweiten Polizeiaktion zur Bekämpfung sexueller Gewalt gegen Kinder sind nach offiziellen Angaben 115 Verdächtige festgenommen worden. Wie die Polizeibehörde Europol mitteilte, sind einige der Festgenommenen Lehrer und Kinderbetreuer. Es habe Razzien in 19 Ländern gegeben.
Die internationalen Ermittlungen gegen den Kinderporno-Ring hätten sich über zwei Jahre erstreckt. Dabei seien fünf Kinder im Alter zwischen vier und zwölf Jahren identifiziert worden, die Opfer sexueller Verbrechen geworden seien, teilte Europol mit. Insgesamt 221 Verdächtige seien ermittelt worden.
"Sexueller Missbrauch von Kindern ist eines der schlimmsten Verbrechen", sagte Europol-Direktor Rob Wainwright. "Ich bin daher sehr zufrieden, dass wir diese Täter identifiziert und festgenommen haben." Noch mehr sei er froh, dass die Kinder ihren Peinigern entrissen worden seien.
Die Ermittlungen sind den Angaben zufolge von österreichischen Polizisten geleitet worden. Sie hätten herausgefunden, dass ein Internetanbieter als Verteilweg für Kinderpornografie gedient habe. Europol habe daraufhin den Weg der Daten zurückverfolgt. Die Spuren führten nach Österreich, Belgien, Bulgarien, Kanada, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Polen, Rumänien, die Slowakei, Slowenien, Spanien, die Schweiz und Großbritannien.