Panorama

Sonne, Regen oder Schnee?Experten versprechen Wetterkrimi

18.12.2009, 13:03 Uhr

Gibt es dieses Jahr "weiße Weihnachten"? Im Norden und in den Mittelgebirgen darf man hoffen, im Süden wohl eher nicht. Schuld an diesem Wetterwirrwarr sind Tief "Uwe" und Hoch "Frauke", die für eine extrem kalte Ostströmung sorgen.

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An Weihnachten einen Schneemann bauen - vielleicht klappt es ja. (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Das Wetter zu Heiligabend wird für Meteorologen zum Ratespiel. "Das ist spannend wie ein Tatort-Krimi", sagte Andreas Wagner von der meteomedia-Unwetterzentrale. Zwei große Wettersysteme über Mitteleuropa treffen aufeinander und könnten Deutschland ein "zweigeteiltes" Wetter bescheren. "In der Südosthälfte könnte milde Luft die Oberhand gewinnen - im Nordwesten könnte es relativ kalt bleiben", sagte Wagner. "Und an der Grenze der beiden Gebiete diagonal durch Deutschland vom Saarland bis Mecklenburg-Vorpommern ist Schneefall möglich."

Die Wahrscheinlichkeit für eine weiße Weihnacht liegt nach Einschätzung von Wagner für den Norden und die Mittelgebirge derzeit bei 60 bis 70 Prozent. "Orte in Norddeutschland, wo jetzt schon relativ viel Schnee liegt, haben auf jeden Fall eine große Chance." Schuld an dem Wetterwirrwar sind Tief "Uwe" und Hoch "Frauke", die für eine extrem kalte Ostströmung sorgen. Dagegen beschert Tief "Vincent" milde Luft und wird nach Vorhersage der Meteorologen am Sonntag starken Schneefall mit sich bringen. Die Unwetterzentrale schließt dabei chaotische Straßenverhältnisse vor allem im Westen nicht aus.

Vorher soll es noch einmal bitterkalt werden. Für den Osten, die Mitte Deutschlands und die Mittelgebirge gibt es Frostwarnungen vor Temperaturen zwischen minus 15 und minus 20 Grad. "Teilweise kann es auch unter minus 20 Grad kalt werden", sagte Wagner.

Quelle: dpa