Donnerstag, 17. Januar 2008
Historische Tiefstände: Extreme Dürre plagt China
China leidet derzeit unter der schlimmsten Trockenperiode seit einem Jahrzehnt. Die Dürre sei dieses Jahr einen Monat eher eingetreten, zitierte die Zeitung "Changjiang Times" einen Behördensprecher. Millionen Menschen haben nicht genug Trinkwasser.
Am stärksten betroffen ist der eigentlich feuchte Süden des Landes, wo die Wasserstände mehrerer großer Flüsse historische Tiefstände erreicht haben. Vor allem der mit 6300 km drittlängste Strom der Welt, der Jangtse, hat unter der Trockenheit zu leiden. In einigen Abschnitten sei das Wasser so tief gesunken wie seit 142 Jahren nicht mehr, meldeten staatliche Medien. Mehr als 40 Schiffe seien seit Oktober im Hauptlauf des Flusses gestrandet. Hinzu komme, dass vergangenen Monat am Drei-Schluchten-Damm große Mengen Wasser gestaut worden seien, wodurch das Fließvolumen des Stroms um 50 Prozent gesunken sei, berichtete die Zeitung "China Daily".
China leidet zwar in regelmäßigen Abständen unter Dürren und Überschwemmungen, Meteorologen machen aber für die immer größer werdenden Ausmaße vor allem den Klimawandel verantwortlich.
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