Rotes Meer: 1200 Passagiere gerettetFährbrand fordert ein Todesopfer
Ein Fährunglück auf dem Roten Meer geht glimpflich aus: Auf der mit über 1200 Menschen besetzten "Palla" bricht plötzlich ein Feuer aus. Die jordanische Marine schafft es mithilfe der Luftwaffe, fast alle Passagiere zu retten. Ein Mann versucht sich mit einem Sprung von der Fähre zu retten und ertrinkt.
Bei einem Brand auf einer Fähre im Roten Meer ist ein Mensch ums Leben gekommen. Zwölf weitere Menschen wurden bei dem Unglück verletzt, wie die Behörde für Zivilverteidigung in Jordanien erklärte. Die übrigen rund 1230 Passagiere konnten von dem brennenden Schiff gerettet werden. Die meisten waren den Angaben zufolge Ägypter, die in Jordanien arbeiten und auf dem Weg zurück in ihre Heimat waren.
Das einzige Opfer hatte versucht, sich mit einem Sprung von der brennenden Fähre zu retten. Später zogen die Rettungskräfte seinen Leichnam aus dem Wasser. Mit Unterstützung der jordanischen Luftwaffe und Marine konnten alle anderen Passagiere in Sicherheit gebracht werden, hieß es. Die Feuerwehr hatte den Brand aber noch nicht völlig löschen können. Die Verletzten beklagten sich vor allem über Atembeschwerden.
Feuer unter Deck
Das Feuer war in den unteren Decks der Fähre rund 17 Seemeilen vor Akaba ausgebrochen. Das Schiff gehöre einer gemeinsamen Reederei der Regierungen in Jordanien, Ägypten und dem Irak, der Arab Bridge Maritime, sagte der Manager des Unternehmens, Hussein Suob.
Im Roten Meer war im Jahr 2006 rund 90 Kilometer vor dem Zielhafen Safaga in Ägypten eine Fähre gesunken. Mindestens 1027 der 1400 Menschen an Bord starben damals. Anderthalb Stunden nach Verlassen des Hafens Dhiba in Saudi-Arabien soll damals ein Feuer ausgebrochen sein.