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Der Absturz des Urlaubsfliegers über dem Sinai gibt Rätsel auf. Nach offiziellen Angaben stürzte die Maschine mit 224 Menschen an Bord wegen eines technischen Defekts ab.
Der Absturz des Urlaubsfliegers über dem Sinai gibt Rätsel auf. Nach offiziellen Angaben stürzte die Maschine mit 224 Menschen an Bord wegen eines technischen Defekts ab.(Foto: dpa)

Russische Ermittler zur Ursache: Ferienflieger brach in der Luft auseinander

Warum stürzte Flug 9268 ab? Das russische Luftfahrtkomitee gibt bekannt, dass der Urlaubsflieger mit 224 Menschen an Bord schon in der Luft auseinandergebrochen ist. Es sei aber noch "zu früh, um Schlüsse zu ziehen".

Die in Ägypten abgestürzte russische Passagiermaschine ist nach Einschätzung Moskauer Behörden vermutlich während des Flugs auseinandergebrochen. "Die Zerstörung ist in der Luft geschehen. Aber es ist zu früh für Schlussfolgerungen", sagte Viktor Sorotschenko vom russischenZwischenstaatlichen Luftfahrtkomitee (MAK).

Das MAK hat die Aufgabe, bei Flugzeugabstürzen die Ermittlungen in Russland zu führen. Sorotschenko zählt zu einem internationalen Ermittlerteam in Kairo, das den Absturz der Maschine untersucht. Dem Team gehören Experten aus Russland und Ägypten sowie aus Frankreich und Deutschland für Airbus an.

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Der Ferienflieger mit 224 Menschen an Bord war am Samstagmorgen kurz nach dem Start über der ägyptischen Sinai-Halbinsel abgestürzt. Die meisten Passagiere des Fluges KGL 9268 nach St. Petersburg waren Urlauber aus Russland.

Nach Angaben der russischen Justiz gab es bei den Besatzungsmitgliedern des Airbus A-321 keine Auffälligkeiten. "Die Piloten und Stewards sind vor dem Start in Scharm el Scheich medizinisch geprüft und für flugtauglich erklärt worden", sagte eine Behördensprecherin. Die Qualität des Treibstoffs habe den Anforderungen entsprochen.

Der Flieger mit 217 Passagieren und 7 Besatzungsmitglieder an Bord war 23 Minuten nach dem Start in dem beliebten Badeort Sharm el Scheich am Roten Meer vom Radar verschwunden und in der Wüstenlandschaft der Sinai-Halbinsel zerschellt. Dabei starben mindestens 24 Kinder.
Der Flugschreiber und der Stimmenrekorder seien nach erstem Augenschein nur gering beschädigt. Die noch versiegelten Blackboxen würden entweder in Russland oder in Ägypten ausgewertet.

Lufthansa und Air France erhöhen Sicherheiten

Weite Teile im Norden der Sinai-Halbinsel sind militärisches Sperrgebiet. Extremistengruppen sind dort aktiv - darunter auch ein Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Dieser hatte in einem nicht verifizierbaren Bekennerschreiben behauptet, die Maschine zum Absturz gebracht zu haben. Experten und Regierungsangehörige Russlands und Ägyptens bezeichneten dies allerdings als unwahrscheinlich oder schlossen einen Anschlag aus. Die im Sinai vom IS genutzten Waffen seien ungeeignet, um die Maschine in etwa 9,5 Kilometer Höhe abzuschießen.

Doch allein die Behauptung der Extremisten reichte aus, um die Sicherheitsvorkehrungen bei einigen Fluggesellschaften zu erhöhen: Die Lufthansa, Air France und Emirates gaben bekannt, den Sinai bis auf Weiteres zu umfliegen.

Derweil begann die Bergung der 224 Leichen. Die Überreste von 163 Passagieren seien von der Absturzstelle in die Hauptstadt Kairo transportiert worden, teilte die Regierung Ägyptens mit. Eine erste Maschine mit Opfern könne in der Nacht zum Montag nach St. Petersburg losfliegen, sagte Wladimir Stepanow vom Katastrophenschutzministerium in Moskau.

Zur Identifizierung der Opfer hätten die russischen Behörden von Verwandten DNA-Proben genommen. An der Absturzstelle nahe der Stadt Al-Arish seien etwa 100 russische Helfer mit schwerem Gerät im Einsatz.

Quelle: n-tv.de

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