Ein Bauarbeiter verletztFliegerbombe in Ulm explodiert
Im Hauptbahnhof Ulm haben Bauarbeiten eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg zur Detonation gebracht. Zuvor hatten Munitionsexperten das Gelände untersucht und als ungefährlich eingestuft.
Bei Bauarbeiten ist eine Fliegerbombe im Ulmer Hauptbahnhof explodiert. Zwei Arbeiter erlitten einen Schock, einer davon wurde auch leicht verletzt. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler haben die Bauarbeiter die Bombe mit einem Bohrer zwar knapp verfehlt. Erschütterungen hätten aber vermutlich die Explosion ausgelöst, sagte der Leiter des baden-württembergischen Kampfmittelbeseitigungsdienstes, Günter Goedecke.
Zuvor hatte ein Unternehmen für Munitionsbergung das Gelände für die Stadt Ulm, die für die Arbeiten verantwortlich ist, untersucht und grünes Licht für die Bauarbeiten gegeben.
Weshalb der Blindgänger bei der Untersuchung des Fachunternehmens nicht aufgefallen war, blieb zunächst unklar. In den letzten Kriegsmonaten war der Ulmer Bahnhof mehrmals Ziel alliierter Luftangriffe gewesen. Bomben-Experten nahmen am Donnerstag die Ermittlungen am Unglücksort auf.
Heidelberger Disko evakuiert
Glimpflich verlief dagegen die Entschärfung einer Fliegerbombe in Heidelberg. Die rund 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg sei von einem Experten unschädlich gemacht worden, sagte ein Polizeisprecher. Verletzt wurde niemand. Rund 70 Besucher einer nahe gelegenen Diskothek waren zuvor in Sicherheit gebracht worden. Bereits im August waren in unmittelbarer Nähe auf dem Gelände der Heidelberger Bahnstadt zwei Fliegerbomben gefunden worden.