Herumstreunende FabelwesenForscher suchen Yeti-Spuren
Obgleich Wildhüter in Sibirien eine Kamera mit Bewegungsmelder installieren, gelingt ihnen noch kein Schnappschuss mit einem Yeti drauf. Nach den verheerenden Bränden vom Sommer 2010 sind die mysteriösen Wesen nämlich gezwungen, außerhalb der Wälder nach Futter zu suchen. Auch wollen Augenzeugen die Streuner schon gesehen haben.
Über die mögliche Existenz des sagenumwobenen Schneemenschen Yeti wollen in Sibirien Wissenschaftler aus sieben Ländern diskutieren. Zu der Konferenz in der Stadt Taschtagol, rund 3200 Kilometer östlich von Moskau werden vom 6. bis 8. Oktober Forscher unter anderem aus Russland, den USA und China erwartet. Das sagte eine Sprecherin der Gebietsverwaltung von Kemerowo. Die Experten wollen "überraschende Erkenntnisse sowie einzigartige Fotos und Tonaufzeichnungen" über das Fabelwesen präsentieren.
Nach angeblichen Augenzeugenberichten über Yetis hatten Wildhüter vor kurzem nahe der Asass-Höhle, rund 80 Kilometer von Taschtagol entfernt eine Kamera mit Bewegungsmelder installiert. Ein "Beweisfoto" sei aber noch nicht gelungen, hieß es. Im vergangenen Jahr hatte die Gebietsverwaltung von Kemerowo eine offizielle "Yeti-Warnung" herausgegeben. Nach den verheerenden Bränden vom Sommer 2010 seien die mysteriösen Wesen gezwungen, außerhalb der Wälder nach Futter zu suchen, hieß es darin.
An einer Yeti-Expedition im Gebiet Kemerowo hatte sich im September auch der russische Profi-Boxer Nikolai Walujew beteiligt. Der 2,13 Meter große Schwergewichtler hatte aber gleich zu Beginn die Erfolgsaussichten als gering eingeschätzt. "Die Chance, einen Yeti zu treffen, ist ungefähr so groß wie das Ungeheuer von Loch Ness zu finden oder Atlantis zu entdecken", hatte der Ex-WBA-Weltmeister gesagt.