Panorama

Kaiserpaar bei FlüchtlingenFukushima leckt wohl wieder

11.05.2011, 12:50 Uhr

Zwei Monate sind seit den Naturkatastrophen in Japan vergangen. Noch immer gibt es am Atomreaktor in Fukushima unvorhergesehene Ereignisse, gerade sickert wieder einmal radioaktives Wasser heraus. 50 Kilometer vom Meiler entfernt besucht das japanische Kaiserpaar Untertanen.

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Wahrscheinlich kommt das radioaktive Wasser aus Reaktor 3. (Foto: AP)

Aus einem Reaktor des japanischen Katastrophen-Kraftwerks Fukushima fließt möglicherweise radioaktiv verseuchtes Wasser in den Pazifik. Die Betreibergesellschaft Tepco teilte mit, am Boden von Reaktor 3 sei einströmendes Wasser entdeckt worden.

Noch stehe nicht fest, ob durch das Leck Flüssigkeit ins Meer gelange. Das sei Gegenstand von Überprüfungen. Aus dem Reaktor 2 war zeitweilig verstrahltes Wasser in die See gelangt. Das Leck wurde durch flüssiges Glas gestopft.

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Das Kaiserpaar hat sich nach den Naturkatastrophen so häufig wie nie zuvor gezeigt. (Foto: REUTERS)

Das Atomkraftwerk war nach dem Erdbeben vom 11. März havariert. Zur Kühlung der Reaktoren muss Meerwasser in die Anlage gepumpt werden, das teilweise wieder in den Pazifik zurückfloss.

Ermutigung vom Kaiserpaar

Genau zwei Monate nach dem Beginn der Atomkatastrophe in Fukushima hat der japanische Kaiser Akihito erstmals Flüchtlinge der Unglücksregion getroffen. In der Präfektur Fukushima besuchte er gemeinsam mit Kaiserin Michiko eine Notunterkunft in 60 Kilometern Entfernung von dem havarierten Atomkraftwerk.

Das Paar richtete aufmunternde Worte an die nun dort lebenden Menschen, die wegen des Nuklearunfalls ihre Häuser hatten verlassen müssen. Nach offiziellen Angaben sind etwa 85.000 Menschen in einem Umkreis von 20 Kilometern um den Meiler betroffen. Sie sind zumeist in Schulen oder Turnhallen untergebracht.

Akihito und Michiko hatten bereits im April mehrere Regionen im Nordosten Japans besucht, die von dem Erdbeben und dem Tsunami am 11. März schwer getroffen worden waren. Durch die Naturkatastrophen kamen fast 15.000 Menschen ums Leben, knapp 10.000 Menschen werden noch vermisst.

Quelle: dpa