Was sonst noch passierteGeblufft und abkassiert
Umherziehende Panther, Hunde mit dem richtigen Riecher und mit Viagra versetzte gesetzwidrige Süßspeisen – diese Woche hatte wieder einmal allerhand Kurioses zu bieten.
Umherziehende Panther, Hunde mit dem richtigen Riecher und gesetzwidrige Süßspeisen mit Viagra – diese Woche hatte wieder einmal allerhand Kurioses zu bieten.
Dem fehlenden Uni-Abschluss wird Joe Cada wohl nicht mehr nachtrauern: mit 21 Jahren wurde der Hochschul-Abbrecher in der Nacht zum Dienstag in Las Vegas der jüngste Sieger in der 40-jährigen Geschichte der World Series of Poker, wie US-Medien berichteten. Das Preisgeld des prestigeträchtigsten Pokerturniers der Welt: umgerechnet 5,8 Millionen Euro.
"Es ist wirklich gut gelaufen, aber ich dachte nie, dass es möglich ist", zitierte die Zeitung "Detroit News" den Profi-Spieler aus dem US-Staat Michigan. Cada hatte sich bei den World Series of Poker gegen ein Feld von knapp 6500 Spielern durchgesetzt. "Es war einer dieser Träume, und ich bin dankbar, dass er wahr wurde."
Cada hatte mit 16 Jahren begonnen, online Poker zu spielen. Das staatliche College brach er später ab, um eine Profi-Karriere zu beginnen. Seine Mutter arbeitet am Blackjack-Tisch eines Casinos in Detroit und hatte lange versucht, ihrem Sohn das Glücksspiel auszureden. Als er immer besser geworden sei, habe sie ihn jedoch ermutigt, seinen Traum zu verwirklichen, sagte sie. "Er kann immer noch ans College zurückkehren, wenn er will."
Panther-Aufruhr in der Eifel
Ein schwarzer Panther soll in der belgischen Eifel bei Malmedy umherstreifen. Das Tier wurde offenbar viermal innerhalb einer Woche gesichtet. Nun will die Polizei mit Hilfe eines Experten das Tier fangen. Am Dienstag sperrten die Behörden ein Waldstück ab, wo es bereits zweimal aufgetaucht war.
Allerdings existiert von dem großen Tier mit den katzenähnlichen Bewegungen nur eine Videoaufnahme. Einen letzten Beweis, dass es tatsächlich ein Panther ist, gebe es nicht, so Velz. Berichte über die angebliche Raubkatze hatten allerdings auch in der deutschen Eifel bei Aachen für Aufregung gesorgt.
Goldene Schnüffelnase
Ein Hund hat seinem Besitzer in Nordrhein-Westfalen eine mit Schmuck gefüllte Socke vor die Haustür gelegt. Riesenschnauzer Arco hatte sie beim morgendlichen Gassigehen in einem Gebüsch gefunden.
Die schwarze Herrensocke, Größe 44 bis 46, enthielt 18 Schmuckstücke, darunter Armreifen, Ringe sowie Hals- und Ohrschmuck. Der Wert wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt. Der Hundebesitzer aus dem Kreis Düren bei Aachen übergab den Fund der Polizei. Es könne sich um Diebesgut handeln, erläuterte Polizeisprecher Willi Jörres: der Dieb könnte die Beute im Gebüsch versteckt haben. "Oder er musste sie entsorgen."
Schluss mit lustig in Kolumbien
Das hatten sich die kolumbianischen Jungköche so schön ausgedacht: ein Nachtisch mit Viagra und dem verheißungsvollen Namen "Passions-Schaum". Doch dann machte die Aufsichtsbehörde für Lebensmittel und Medikamente in der Hauptstadt Bogotá ihnen einen Strich durch die Rechnung. Lebensmittel dürften grundsätzlich nicht mit Medikamenten versetzt werden, beschieden die Beamten den hoffnungsvollen Gastronomienachwuchs aus der Stadt Armenia. Die hatten ihren Maracuja-Schaum mit erwünschter Nebenwirkung gerade erst auf einer Lebensmittelmesse in der Hauptstadt vorgestellt.
Zufälliger Munition- und Drogenfund
Einen Schießkugelschreiber, 370 Patronen und Marihuana hat ein Elektriker beim Installieren einer Gegensprechanlage in Frankfurt gefunden. Die als Stift getarnte Waffe, die Munition und das Rauschgift seien in einem frei zugänglichen Kabelschacht eines Mehrfamilienhauses versteckt gewesen, teilte die Polizei mit.
Der 63 Jahre alte Elektriker rief die Polizei. Von den 370 Patronen passe keine zu dem Kugelschreiber, sagte ein Sprecher der Polizei. Eine passende Waffe sei nicht gefunden worden. Wem die Fundstücke gehören, blieb zunächst unklar.
Hauptsache frisch
Zwar keine Munition, dafür aber ein schnurloses Telefon im Salat fand der Franzose Jacques Nowak in einer Lattich-Packung aus dem Supermarkt."Das ist sicherlich das billigste Telefon auf dem Markt: 1,79 Euro", sagte Nowak der Zeitung "La Voix du Nord" aus Lille vom Dienstag. Das Telefon einer Hausanlage funktioniert noch. "Das beweist, dass der Salat frisch ist", meinte Nowak.
Das Unternehmen, das den Salat für den Supermarkt in Montigny-en-Gohelle verpackt hat, fand die Geschichte nicht so lustig. "Das ist eine Katastrophe!", hieß es. "Es ist unvorstellbar, dass das Telefon alle Kontrollen passieren konnte." Vielleicht habe jemand das Telefon absichtlich in die Klarsichtpackung gesteckt.