Samstag, 18. Oktober 2008
Drei Tote in China: Ginseng-Mittel zurückgezogen
In China hat ein Arzneimittelhersteller nach mehreren Todesfällen infolge von Ginseng-Spritzen sämtliche Injektionen aus seiner Produktion vom Markt genommen. Das in der nordöstlichen Proviz Heilongjian ansässige Unternehmen Wandashan Pharmaceutical habe am Freitag all seine Injektions-Produkte zurückgezogen, teilte die Behörde für Lebens- und Arzneimittelsicherheit auf ihrer Website mit.
Sechs Patienten in Krankenhäusern im Südwesten Chinas hatten nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua Anfang Oktober nach der Zufuhr des Ginseng-Mittels unter Schüttelfrost, Erbrechen und plötzlichem Blutdruckabfall gelitten. Drei von ihnen starben, die anderen drei stehen weiter unter Beobachtung.
Die Injektion wird laut Xinhua aus einer in Sibirien wachsenden Ginseng-Wurzel hergestellt und oftmals für die Behandlung von Thrombose eingesetzt, die durch eine schwache Leber oder schwache Nieren ausgelöst wurde. Außerdem soll das Ginseng-Mittel bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße helfen.
China wird derzeit von einem Skandal um mit der Industriechemikalie Melamin verseuchte Milchprodukte erschüttert. In den vergangenen Jahren hatten auch zahlreiche andere Skandale die Sicherheit von Produkten aus China in Frage gestellt.
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