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Den Tauchern bietet sich ein verheerender Anblick.

Den Tauchern bietet sich ein verheerender Anblick.
(Foto: dpa)

Dienstag, 13. April 2010

Kohlefrachter kommt frei: Great-Barrier-Riff verwüstet

Am Great-Barrier-Riff vor Australiens Küste kann der verunglückte chinesische Frachter ohne weiteren Ölverlust weggeschleppt werden. Doch die Schäden am Riffe sind trotzdem verheerend.

Der freigeschleppte chinesische Kohlefrachter hat am Great-Barrier-Korallenriff vor Australien eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Es dürfte 20 Jahre dauern, bis die Organismen sich davon erholt haben, sagte ein Sprecher des Great-Barrier-Reef-Naturschutzgebietes. Seine Taucher hatten den Schaden zuvor erstmals in Augenschein genommen.

Das Riff ist das weltweit größte seiner Art.

Das Riff ist das weltweit größte seiner Art.
(Foto: dpa)

Der Frachter "Shen Neng 1" war am Ostersamstag von der erlaubten Schifffahrtsroute abgekommen und bei voller Fahrt auf das Riff, eines der sensibelsten Ökosysteme der Welt, aufgelaufen. Zunächst war die große Sorge, dass ein Ölteppich die Lebewesen ersticken könnte. Es liefen aber nur vier Tonnen Öl ins Meer. Gegen die Mannschaft wird dennoch ermittelt.

Schlimmer als gedacht

"Wir haben 20 bis 40 Meter breite Schneisen gefunden, wo die Oberfläche des Riffs total pulverisiert war", sagte Sprecher David Wachenfeld. "Wenn es dort Erhebungen gab, sind die total platt gemacht worden." So verheerende Schäden hatten die Experten nicht erwartet. "Das Schiff ist ja nicht nur auf das Riff gelaufen", sagte der Chef des Parks, Russell Reichelt. "Es ist im Laufe der Woche über einen Kilometer weitergerutscht und hat dabei Schäden angerichtet. Die Farbe, die dabei vom Rumpf gekratzt wurde, tötet die Korallen."

Der 230 Meter lange Frachter liegt noch immer in der Nähe der Unglücksstelle. Taucher sollen feststellen, ob das Schiff seetüchtig genug ist, um nach China geschleppt zu werden. Zuvor war der Trawler ohne weiteren Ölverlust vom Riff gezogen worden. Das bestätigten Mitarbeiter der Meeresschutzbehörde nach einer ersten Untersuchung bei Tageslicht. Die Schleppaktion musste beim Höchststand der Flut bei Dunkelheit erfolgen, weil die Spezialisten einen Wetterumschwung befürchteten und nicht länger warten wollten. Auch die 950 Tonnen Öl an Bord waren zu dem Zeitpunkt noch nicht völlig abgepumpt.

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Entwarnung am Great Barrier Reef
Kohlefrachter wieder frei
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dpa

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