JVA BochumHäftling bricht aus
Zwei gefährliche Sprünge sind es, die einem 26-jährigen Häftling der JVA in Bochum vorläufig die Freiheit bringen. Die Fahndung läuft, ist bislang aber erfolglos.
Mit zwei waghalsigen Sprüngen ist ein Untersuchungshäftling aus dem Bochumer Gefängnis geflohen. Er war durch eine Dachluke auf das Dach eines Hafthauses geklettert und dann sechs Meter tief auf das Flachdach eines weiteren JVA-Baus gesprungen. Von dort aus sprang er rund fünf Meter tief in die Freiheit und floh über einen Bürgersteig.
Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb erfolglos, wie die stellvertretende Anstaltsleiterin Karin Lammel sagte. Wie er zu der außerhalb des Haftbereichs liegenden Dachluke gelangen konnte, ist noch unbekannt.
Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Justizministeriums gab es in den vergangenen drei Jahren landesweit jeweils nur einen Ausbruch von einem oder zwei Gefangenen, darunter 2009 der spektakuläre Ausbruch der beiden Schwerverbrecher Heckhoff und Michalski aus der JVA Aachen. Der Ausbruch von Bochum sei der erste 2011.
Gegen den nun in Bochum geflohenen 26-Jährigen wird wegen schweren Raubes ermittelt. Er soll im April 2010 mit einem Komplizen einen Supermarkt in Dortmund überfallen haben. Die Polizei warnte davor, sich dem Flüchtigen in den Weg zu stellen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass er Gewalt anwende, hieß es.