Panorama

Denkmal für Dominik BrunnerHeimatort erinnert an Verbrechen

12.09.2010, 16:11 Uhr

Vor einem Jahr stellte sich Dominik Brunner schützend vor eine Gruppe Schüler - und starb nach Schlägen sowie Tritten von Jugendlichen. Die Täter sind inzwischen verurteilt. Sein Heimatort weiht nun das "Dominik-Brunner-Haus" ein und enthüllt zugleich ein Denkmal für Zivilcourage.

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Der Bürgermeister von Ergoldsbach, Ludwig Robold (links), und der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bei der Enthüllung. (Foto: dpa)

Ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod von Dominik Brunner hat die niederbayerische Gemeinde Ergoldsbach an das Verbrechen erinnert. Der Name Brunner sei zu einem Synonym für Zivilcourage geworden, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bei der Einweihung des "Dominik-Brunner-Hauses" in dessen Heimatgemeinde. "Am Jahrestag des Todes von Dominik Brunner haben wir nicht vergessen, was er für andere, die er nicht kannte, getan hat." Brunner sei ein leuchtendes Beispiel, sagte Herrmann und enthüllte eine zwei Meter große Bronze-Skulptur.

Das "Denkmal für Zivilcourage" des Bildhauers Stefan Rottmeier steht vor dem Neubau einer Kinderkrippe und eines Schülerhortes - dem "Dominik-Brunner-Haus". Ein Mann steht schützend vor einem Kind und hält abwehrend die rechte Hand hoch. Das Kunstwerk ist nicht als Porträt Brunners gedacht, der Helfer wird anonym dargestellt. Dadurch soll symbolisiert werden, dass alle Menschen zu Zivilcourage aufgerufen sind.

Brunner war am 12. September 2009 an dem S-Bahnhof zusammengeschlagen und getreten worden, nachdem er eine Gruppe Schüler beschützen wollte. Der Haupttäter Markus S. (19) wurde zu neun Jahren und zehn Monaten Jugendstrafe wegen Mordes verurteilt. Der zweite Täter, Sebastian L. (18), bekam sieben Jahre wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge.

Quelle: dpa