Scheunenbrand in NiedersachsenHelfer finden Mädchenleiche

Sonntagnachmittag. Ein Dorf in Niedersachsen. Kinder im Alter zwischen zehn und 14 Jahren spielen mit Feuer in einer Scheune. Schnell fangen die Strohballen an zu brennen. Zunächst versuchen die Kinder, das Feuer zu löschen. Ein 13-Jähriger wird dabei verletzt, eine Zehnjährige schafft es nicht mehr ins Freie. Sie stirbt in den Flammen.
Nach einem Scheunenbrand im niedersächsischen Hämelhausen haben Suchkräfte die Leiche einer vermissten Zehnjährigen gefunden. Die Überreste des Mädchens seien in einem Haufen aus Brandschutt und Strohballen gefunden worden, der bei den Löscharbeiten beiseite geräumt worden sei, teilte die Polizei Nienburg mit. Damit zerschlugen sich die Hoffnungen der Ermittler, dass sich das Kind unter Schock oder aus Angst vor einer Strafe versteckt haben könnte.
Nach Angaben einer Polizeisprecherin hatten sechs Kinder im Alter zwischen zehn und 14 Jahren am späten Sonntagnachmittag in der mit 800 Strohballen gefüllten Scheune offenbar gezündelt und diese in Brand gesetzt. Allerdings gelang es nur fünf von ihnen, noch ins Freie zu entkommen. Ein 13-Jähriger erlitt Verbrennungen ersten und zweiten Grades und kam in ein Krankenhaus. Als die vom Scheunenbesitzer alarmierte Feuerwehr eintraf, stand das Gebäude schon vollständig in Flammen.
Zunächst hofften die Einsatzkräfte den Angaben zufolge noch, dass die verschwundene Zehnjährige eventuell unter Schock oder aus Angst vor Strafe weggelaufen war. Die ganze Nacht hindurch durchkämmten deshalb Feuerwehrleute und Polizisten die Umgebung, auch ein Polizeihubschrauber wurde eingesetzt.