Panorama

In Polen stirbt Frau bei UnwetterIm Osten laufen Keller voll

21.07.2011, 10:48 Uhr

Im Osten Deutschlands ist von Sommer weiter keine Spur. In Sachsen steigen die Flüsse aufgrund des anhaltenden Regens an. Der Wetterdienst gibt für die Landkreise Bautzen und Görlitz eine Unwetterwarnung heraus. In Polen fordert der Sturm sein erstes Todesopfer.

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Mit einem schnellen Ende des Dauerregens in Ostdeutschland ist nicht zu rechnen. (Foto: dpa)

Durch starken Dauerregen sind die Pegelstände von Flüssen im Osten Sachsens deutlich gestiegen. Für die Lausitzer Neiße sei die Hochwasserstufe 3 erklärt worden, sagte ein Polizeisprecher in Görlitz. Es gibt vier Hochwasserstufen. Sachsens Hochwasserzentrum gab in der Nacht zum Donnerstag Hochwasserwarnungen für die Lausitzer Neiße und auch für den Oberlauf der Spree aus.

Mit einem schnellen Ende der Regenmassen wurde nicht gerechnet: in den Landkreisen Bautzen und Görlitz. Unwetterwarnungen gab es auch für den Südosten von Brandenburg, dort wurde der erwartete Niederschlag aber nicht als extrem bewertet.

Scheunendach erschlägt Frau

Der starke Regen führte im Osten Sachsens laut Polizei zu einigen vollgelaufenen Kellern und überfluteten Straßen. Gravierende Schäden habe es bisher aber nicht gegeben, sagte der Polizeisprecher.

Auch Deutschlands Nachbarland Polen ist von Unwettern betroffen und sogar ein Menschenleben gefordert. Eine 30-jährige Frau wurde nach Angaben des polnischen Rundfunks in Kolodziaz östlich von Warschau vom Dach einer Scheune erschlagen, das der Wind abgedeckt hatte. Ihr Bruder wurde bei dem Unfall verletzt.

Im Nordosten des Landes kamen vier weitere Menschen zu Schaden. Der Polizei zufolge beschädigten die Stürme 200 Gebäude. Die Feuerwehr rückte seit Mittwoch mehr als 3000 Mal aus, um die Folgen der Stürme zu beseitigen. Warschauer Flughafen Okecie wurde zeitweise geschlossen. Gemeldet wurden nach Blitzschlägen mehrere Hausbrände. Der polnische Wetterdienst rechnet mit weiteren Unwettern. Betroffen sein soll vor allem der Nordwesten Polens.

Quelle: dpa