Panorama

Skifahren auf der Zugspitze"Joachim" bringt Schnee

17.12.2011, 15:07 Uhr
31xo3848-jpg2875156164721275136
Auf der Zugspitze kann die Wintersportsaison beginnen. (Foto: dpa)

Das Sturmtief "Joachim" flaut ab, doch es bringt Schnee nach Deutschland. Auf der Zugspitze beginnt drei Wochen verspätet die Skisaison. Und auch die deutschen Mittelgebirge sind von der weißen Pracht bedeckt.

Mit dem Orkan kam der Schnee: Sturmtief "Joachim" hat vielerorts in Deutschland zum vierten Adventswochenende den Winter eingeläutet. So begann mit drei Wochen Verspätung die Skisaison auf der Zugspitze. "Joachim" ging nach allmählich die Puste aus. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hob seine Unwetterwarnungen wieder auf.

Auf dem Zugspitzplatt genossen rund 1000 Wintersportfreunde bei leichtem Schneefall die ersten Schwünge, wie ein Sprecher der Zugspitzbahn sagte. Inzwischen liegt an Deutschlands höchstem Berg rund ein Meter Schnee. Einen Tag zuvor hatte noch der Wind mit einer Geschwindigkeit von bis zu 182 Kilometern pro Stunde über die 2962 Meter hohe Zugspitze gefegt.

1,10 Meter Schnee auf dem Brocken

Auch in den Hochlagen des Sauerlands, im Vogtland und im Erzgebirge brachte "Joachim" die weiße Pracht. Nach Angaben des DWD lagen auf dem Fichtelberg 51 Zentimeter Schnee. Auf dem Brocken im Harz wuchs die Schneedecke auf 1,10 Meter an.

DI20772-20111216-jpg6355687417698981873
"Joachim" bläst mit Geschwindigkeiten bis zu 150 km/h. (Foto: dapd)

Der Sturm hatte vor allem im Süden mit Stärke 12 die Muskeln spielen lassen. Bäume wurden entwurzelt, Starkregen überflutete Straßen, einige Schulen und Märkte blieben geschlossen, teilweise wurde der Bahnverkehr behindert. Bayern, Thüringen und Teile Sachsen-Anhalts erlebten zeitweise ein Schneechaos. Derzeit sehe es so aus, dass es zur zweiten Wochenhälfte wieder milder werde, erklärte der DWD.

Vier Verletzte in Polen

Derweil zog "Joachim" weiter Richtung Nordosten. In Polen wurden mindestens vier Menschen verletzt. In den Beskiden und in der Hohen Tatra erreichten die Sturmböen Geschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern in der Stunde, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Ein Teil des Wintersportortes Zakopane war ohne Strom, nachdem umstürzende Bäume die Stromleitungen unterbrachen. Auch in vielen Dörfern im Süden Polens sowie in Schlesien ging das Licht aus.

In Tschechien warnten Meteorologen die Autofahrer weiterhin vor möglichen Schneeverwehungen. Die Warnung galt auch für die Autobahn D8 in Richtung Dresden, die zeitweise gesperrt werden musste, weil der Verkehr im Schneetreiben stecken blieb. In der Slowakei waren noch einzelne Bergstraßen vor allem in der Mittelslowakei wegen großer Schneemengen gesperrt. In der Hauptstadt Bratislava wehte der Wind den Weihnachtsbaum vor dem Parlamentsgebäude um. Verletzt wurde dabei jedoch niemand.

Quelle: dpa