Pfusch beim Kölner U-Bahn-BauKVB verneinen Schlamperei
Die Suche nach dem Schuldigen für den Pfusch beim Kölner U-Bahn-Bau dauert an. Die Verkehrsbetriebe weisen den Schwarzen Peter von sich - nun muss die Bauaufsicht ein Urteil abgeben.
Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) haben Vorwürfe zurückgewiesen, bei der Bauaufsicht an den U-Bahnbaustellen geschlampt zu haben. "Eine Vielzahl von digitalen Bildern und Protokollen belegen, dass die Bauüberwachung der KVB vor Ort kontrolliert hat", teilten die Verkehrsbetriebe in einer Erklärung mit.
Die KVB habe in der zweiten Jahreshälfte 2008, also vor dem Einsturz des Stadtarchivs an der Baustelle Waidmarkt am 3. März 2009, sogar auf die Wasserhaltung am Waidmarkt reagiert. Vor weiteren Baumaßnahmen seien Bodengutachter und Prüfstatiker um Stellungnahmen zu den von den Bauunternehmen vorgeschlagenen Maßnahmen zur Wasserhaltung gebeten worden. "Die Fortsetzung der Baumaßnahmen wurde nur genehmigt, nachdem die Standsicherheit des Bauwerks Waidmarkt testiert wurde."
Die Verkehrsbetriebe warten jetzt auf die Ergebnisse einer Untersuchung zur Bauaufsicht. Kurz nach dem Unglück Anfang März 2009 sei eine externe anwaltliche Prüfung der Bauüberwachung beauftragt worden. Mit ersten Ergebnissen sei im März zu rechnen. Zwei Menschen kamen bei dem Einsturz des Stadtarchivs ums Leben.