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Dienstag, 29. Dezember 2009

Fast 40 Tote in Nigeria: Kämpfe mit Fundamentalisten

Bereits im Sommer starben hunderte Sektenmitglieder in Nigeria.

Bereits im Sommer starben hunderte Sektenmitglieder in Nigeria.
(Foto: Reuters)

Die Polizei war eingeschritten, nachdem sich Nachbarn über Predigten der Kala Kato-Sekte unter freiem Himmel beschwert hatten. Als sich rund 500 Mitglieder der Gemeinschaft zu einer Prozession versammelten, brachen die Gewalttätigkeiten aus. Zahlreiche Häuser wurden in Brand gesetzt.

Unter den Toten ist nigerianischen Medienberichten zufolge auch der Sektenführer Malam Badamasi. Der örtliche Polizeichef Atku Yusuf Kafur sagte, nach den Kämpfen seien 20 Sektenmitglieder festgenommen worden, unter ihnen elf Jugendliche. Die Beamten stellten zwei Kalaschnikows sowie dutzende Macheten und Schwerter sowie Materialien zum Bombenbau, Sprengstoff und Munition sicher

Dem Einsatz von Polizei und Soldaten war laut Kafur ein tödlicher Streit zwischen rivalisierenden Banden der Sekte vorausgegangen. Die Sicherheitskräfte hätten versucht, die Kontrolle über das Stadtviertel Zango, in dem der Sektenführer Malam Badamasi sein Haus hatte, wiederzuerlangen.

Tausende Anhänger im Norden Nigerias

Die Sekte Kala-Kato ist eine radikalislamische Bewegung, die seit Jahrzehnten in mehreren Bundesstaaten im Norden Nigerias aktiv ist. Sie soll tausende Anhänger haben; genaue Zahlen gibt es jedoch nicht.

In dem westafrikanischen Land, das in einen islamischen Norden und einen christlichen Süden geteilt ist, kommt es im Zusammenhang mit islamistischen Sekten immer wieder zu Gewalt. Im Sommer hatten nigerianische Sicherheitskräfte einen Aufstand einer Sekte in den muslimisch geprägten nördlichen Bundesstaaten Bauchi, Kano, Yobe und Borno niedergeschlagen und dabei mindestens 800 Menschen getötet.

dpa/AFP

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