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Donnerstag, 11. Februar 2010

Arabisch macht verdächtig: Karteikarten führen zu Verhör

Arabische Karteikarten haben für Sicherheitsbeamt an einem Flughafen genügt, um einen Studenten stundenlang festzuhalten und zu verhören. Bürgerrechtler reichen Klage ein.
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(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Weil er arabisch beschriftete Karteikarten bei sich hatte, ist ein 22-jähriger US-Student von Bundesbeamten am Flughafen von Philadelphia fünf Stunden lang aggressiv verhört und in Handschellen gelegt worden. Dies geht aus einer Klage hervor, die die amerikanische Bürgerrechtsorganisation ACLU gegen die Bundespolizei FBI einreichte. Nicholas George wurde demnach nach einer Sicherheitskontrolle von einem Beamten "missbräuchlich verhört".

Zunächst habe ihn ein Beamter der Behörde für Verkehrssicherheit vernommen, dann wurden ihm Handschellen angelegt und er wurde für zwei Stunden in eine Zelle gesperrt. Danach verhörten den jungen Mann zwei FBI-Beamte. Zu keiner Zeit sei er über seine Rechte oder den Grund für seine Vernehmung aufgeklärt worden, sagt ACLU. George war im Rahmen seiner Physik- und Nahost-Studien in muslimischen und arabischsprachigen Ländern unterwegs. Auch zu einem sechsmonatigen Aufenthalt in Jordanien befragten ihn die Beamten.

Rechte missachtet

"Als Flugreisender möchte ich auch, dass die Beamten ihre Arbeit machen und die Flüge sichern", erklärte George in einem Kommuniqué. "Aber ich sehe nicht ein, wer dadurch geschützt wird, dass man mich wegen arabischer Karteikarten einsperrt und schikaniert."

In der Klage verlangt ACLU Schadenersatz für die Verletzung verfassungsmäßig verbriefter Rechte. "Nick George wurde in Handschellen gelegt, stundenlang in eine Zelle gesperrt und über den 11. September befragt, nur weil er Arabisch studiert, eine Sprache, die von hunderten Millionen Menschen in der Welt gesprochen wird", sagte ACLU-Anwalt Ben Wizner.

AFP

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