Montag, 21. September 2009
Ärzte hoffnungsfroh: Kassandra bei Bewusstsein
Die neun Jahre alte Kassandra aus Velbert bei Essen ist wieder bei Bewusstsein. Das Mädchen reagiere auf Ansprache, könne sich aber noch nicht artikulieren, sagte ein Polizeisprecher in Mettmann. "Die Ärzte sind hoffnungsfroh, dass sich Kassandras Zustand in den nächsten Tagen noch verbessern wird."
Wie der Polizeisprecher weiter sagte, gibt es bei der Aufklärung des mysteriösen Falls weiterhin keine heiße Spur. Kassandra war vergangene Woche Montag am Abend nicht von einem Treff für Kinder und Jugendliche nach Hause zurückgekehrt. Ein Unbekannter hatte das Mädchen lebensgefährlich verletzt in den 1,50 Meter tiefen Kanalschacht geworfen und den Gully mit dem schweren Deckel wieder verschlossen. Nach stundenlanger Suche hatte ein Spürhund das bewusstlose Mädchen in der Nacht zu Dienstag vergangener Woche nahe ihres Elternhauses gefunden.
Am Freitag war das Mädchen aus dem künstlichen Koma geholt worden. Sie hat ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, schwere Verletzungen im Bauchraum und war stark unterkühlt. Auf ein Sexualdelikt gibt es derzeit keine Hinweise. Die Polizei baut jetzt ganz auf Aussagen des Mädchens über die brutale Tat, um den Täter zu finden. Es sei aber fraglich, ob sich Kassandra überhaupt an ihr Martyrium erinnern kann. Das Kind ist möglicherweise der einzige Zeuge der Tat. Kassandra wird im Krankenhaus rund um die Uhr von Polizisten bewacht.
dpa/AFP
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