Panorama

10.000 Kubikmeter stürzen in die TiefeKreideabbruch an Rügens Küste

23.11.2010, 11:06 Uhr

Erneut brechen an der Kreideküste der Insel Rügen enorme Mengen Kreide aus der Steilküste. Aus 80 Meter Höhe stürzen 10.000 Kubikmeter Kreide in die Tiefe. Das Nationalparkamt spricht von einem "natürlichen küstendynamischen Vorgang".

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Milchig trüb ist das Wasser am Kreideabbruch auf Rügen, Bäume liegen vor dem Felsen im Wasser. (Foto: dpa)

Ein imposantes Naturschauspiel bietet sich derzeit an der Kreideküste auf der Insel Rügen. Aus rund 80 Meter Höhe ist ein großes Stück Kreide aus der Steilküste gebrochen und in die Tiefe gestürzt.

Der Abbruch von rund 10.000 Kubikmeter Kreide ereignete sich nahe dem Kollicker Uferrund drei Kilometer südlich des Königstuhls, wie Michael Weigelt vom Nationalparkamt Jasmund sagte. Dabei handele es sich um den größten Abbruch seit Frühjahr 2008, als etwa 25.000 Kubikmeter aus dem 13 Kilometer langen Kreideküstenabschnitt brachen.

Bei den Abbruch handele es sich um einen natürlichen küstendynamischen Vorgang, betonte Weigelt. Vermutlich hatten Niederschläge die Gesteinsschichten gelockert. Das Nationalparkamt warnte vor weiteren Abbrüchen. Der größte Abbruch in der jüngsten Geschichte ereignete sich 2005, als die bekannten Wissower Klinken aus der Küstenformation brachen und rund 50.000 Kubikmeter in die Tiefe stürzten.

Quelle: dpa