Dumpfer Knall in OsnabrückKriegsblindgänger gesprengt
Die Bombe war am Mittwoch bei Bauarbeiten in einem Garten entdeckt worden. Nachdem Versuche zur Entschärfung misslangen und ein Transport nicht möglich war, musste der Blindgänger vor Ort gesprengt werden.
In Osnabrück ist ein Kriegsblindgänger gesprengt worden. Das bestätigte ein Sprecher der Stadt. Der dumpfe Knall gegen 0.46 Uhr war in der ganzen Stadt zu hören. Menschen wurden nicht verletzt.
Die Bombe war am Mittwoch bei Bauarbeiten in einem Garten gefunden worden. Wegen eines chemischen Langzeitzünders war ein Transport an einen anderen Ort nicht möglich. Experten begannen kurz nach der Sprengung mit der Überprüfung benachbarter Gebäude, sagte der Stadtsprecher. Ersten Eindrücken zufolge seien die Beschädigungen eher gering.
10.000 Menschen evakuiert
Bevor die Bombe gesprengt werden konnte, mussten Teile der Innenstadt und eines weiteren Stadtteils am Abend geräumt werden. Mehr als 10.000 Menschen waren betroffen, darunter auch die Bewohner zweier Altenheime. Die Stadt hatte ein Evakuierungszentrum in einer Gesamtschule eingerichtet.
Weil der Hauptbahnhof im Evakuierungsgebiet liegt, kam es auch im Bahnverkehr zu Behinderungen. Bereits von 19 Uhr an war der Bahnhof gesperrt worden. Züge hielten nicht mehr an. Reisende mit dem Ziel Osnabrück mussten in Vororten und Nachbarstädten aussteigen und wurden mit Bussen in die Stadt gebracht. Nach 21.00 Uhr wurden die Züge weiträumig um den Bahnhof umgeleitet oder warteten außerhalb des Stadtgebietes.
Zwar habe der Sprengmeister des Kampfmittelräumdienstes zunächst versucht, die Bombe zu entschärfen. Es sei ihm zuletzt aber nur die Sprengung übriggeblieben, erläuterte der Sprecher der Stadt. An den Fundort waren deshalb 140 Tonnen Sand gebracht worden, um die Druckwelle zu dämpfen.