Panorama

Nach Angriff auf WaldorfschülerLehrer fliegt von der Schule

23.03.2012, 17:29 Uhr

Sie sind bekannt für ihre alternativen Erziehungsansätze. Doch an einer Waldorfschule in Thüringen übertritt ein Lehrer deutlich die Grenzen des Erlaubten. Er wird handgreiflich, weil ein Schüler zu spät zum Unterricht kommt. Der 13-Jährige muss daraufhin sogar ins Krankenhaus.

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Tatort Klassenzimmer: An einer Waldorfschule in Gera wurde ein Schüler von einem Lehrer gepackt und heftig gegen die Wand gedrückt. (Foto: picture alliance / dpa)

Ein Lehrer der Waldorfschule in Gera (Thüringen) hat einen zu spät kommenden Schüler derart angegriffen, dass der Junge im Krankenhaus behandelt werden musste. Der Mann habe die Vorwürfe eingeräumt und sei vom Dienst suspendiert worden, sagte der pädagogische Leiter der Schule, Nikolai Schmidt.

"Sein Verhalten ist durch nichts zu entschuldigen." Bei dem Lehrer habe es sich um eine Honorarkraft gehandelt. Ein Bericht zu dem Fall aus der vergangenen Woche liegt inzwischen auch dem Kultusministerium vor. Demnach habe der Lehrer den 13-Jährigen, der zu spät zum Unterricht kam, gepackt und heftig gegen die Wand gedrückt, sagte ein Ministeriumssprecher.

Über den Übergriff hatte am Freitag die "Ostthüringer Zeitung" berichtet. Demnach sei der Junge wegen einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus behandelt worden, inzwischen aber wieder zu Hause. Die Gehirnerschütterung konnte das Ministerium nicht bestätigen.

Quelle: ntv.de, dpa