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Sonntag, 25. Juli 2010

Drogenkrieg in Mexiko: Leichen auf Müllhalde

In Juarez in Nordmexiko fanden die Behörden eine Reihe von Gruben, in denen die Ermordeten verscharrt worden waren.

In Juarez in Nordmexiko fanden die Behörden eine Reihe von Gruben, in denen die Ermordeten verscharrt worden waren.
(Foto: dpa)

Ein gewohntes Bild für viele Mexikaner: Schwer bewaffnete Sicherheitskräfte patrouillieren in den Straßen.

Ein gewohntes Bild für viele Mexikaner: Schwer bewaffnete Sicherheitskräfte patrouillieren in den Straßen.
(Foto: REUTERS)

Auf einer Müllhalde in Mexiko hat die Polizei erneut Massengräber mit Dutzenden Leichen gefunden. Mindestens 51 Körper wurden an mehreren Stellen in der Nähe von Monterrey aus Gräbern geborgen, wie die Behörden des nördlichen Bundesstaates Nuevo Leon mitteilten. Sie seien dort von den Drogenkartellen verscharrt worden, hieß es. Einige der Körper seien verbrannt worden, andere wiesen Folterspuren auf.

Es handele sich um zwei Frauen und 49 männliche Leichen, die vor etwa zwei Wochen vergraben wurden. Die  Behörden brachten Kühllaster an den Fundorte, um die Leichen zu konservieren und eine baldige Identifizierung durch Angehörige zu ermöglichen.

An der Bergung waren Spezialisten der Polizei und der Armee beteiligt. Die Zahl der Toten werde möglicherweise ansteigen, da noch an zwei weiteren Stellen gesucht werde, berichtete die mexikanische Presse unter Berufung auf die Behörden weiter. Der Fund der „Narcofosas“ auf einem Müllplatz sei durch einen anonymen Anruf möglich geworden.

In Mexiko sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Gräber entdeckt worden, in denen die Drogenkartelle ihre Opfer verschwinden ließen. Seit dem Amtsantritt von Präsident Felipe Calderón im Dezember 2006 sind im mexikanischen Drogenkrieg rund 25.000 Menschen getötet worden.

dpa

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