Tödliche Seuche in ChinaHund übertrug Lungenpest
In China hat sich das erste Todesopfer der Lungenpest möglicherweise durch seinen erkrankten Hund angesteckt. Die Stadt Ziketan ist inzwischen komplett abgeriegelt, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.
In China ist die tödliche Lungenpest möglicherweise von einem Hund auf einen Menschen übertragen worden. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die Seuchenbehörde in der betroffenen Region Qinghai berichtete, starb der Hund eines 32-jährigen Mannes ersten Tests zufolge offenbar an der Krankheit, nachdem er ein infiziertes Murmeltier gefressen hatte.
Der Hirte habe dann seinen Hund ohne Schutzmaßnahmen begraben und sich dabei vermutlich ebenfalls mit der tödlichen Krankheit angesteckt, sagte Behördenchef Wang Hu. Der Mann starb drei Tage später. Er war das erste Todesopfer der Seuche.
Bereits drei Tote durch Lungenpest
Die Stadt Ziketan in der tibetisch geprägten Provinz Qinghai wurde von den chinesischen Behörden komplett abgeriegelt, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Ein an der Seuche Erkrankter schwebe in Lebensgefahr, berichtete Xinhua. Sieben weitere Menschen, meist Verwandte des ersten Todesopfers, haben sich demnach angesteckt.
Bislang starben in der Region drei Menschen an der Lungenpest. Die Krankheit wird über Speichel und andere Körpersekrete übertragen und verbreitet sich daher leicht. Erkrankte leiden an Husten, blutigem Auswurf und Atemnot. Wenn Lungenpest nicht behandelt wird, führt sie innerhalb weniger Tage zum Tod.