Fast Food ohne Plastik-RamschMenü mit Spielzeug verboten
Burger, Pommes, Softdrink und Spielzeug - dieser Logik folgen viele Fast-Fod-Ketten bei ihrer Werbung um Kinder-Kunden. Kalifornien geht nun gegen die Spielzeug-Dreingabe vor.
Ein Bezirk im US-Bundesstaat Kalifornien will im Kampf gegen Übergewicht von Kindern Spielzeuggeschenke in Fast-Food-Restaurants verbieten. Mit der neuen Verordnung solle verhindert werden, dass Restaurants die Vorliebe der Kinder für Spielzeug ausnutzen, um ihnen ungesunde Gerichte zu verkaufen, sagte der Initiator Ken Yeager. Örtliche Gesundheitsvertreter erklärten bei einer Anhörung vor der Abstimmung, Fast Food sei einer der Hauptgründe für Übergewicht und essgestörtes Verhalten bei Kindern und Jugendlichen.
Das Verbot soll in 90 Tagen in Kraft treten - es sei denn, die Fast-Food-Ketten ändern bis dahin ihre Angebote, die häufig Kindermenüs mit Spielzeuggeschenken verbinden. Die Kette McDonald's kritisierte, das Verbot stelle die Beurteilung durch die Behörden über die Verantwortung der Eltern. Die Verordnung sei keine Lösung des Problems, da Kinder auch deshalb Übergewicht hätten, weil sie zu lange vor dem Computer oder dem Fernseher säßen.
Fast Food ist oft zu salzig und enthält zu viel Fett, die dazu angebotene Limonade hat Unmengen Zucker. Gesundheitsexperten zufolge löst diese Art der Nahrung zudem Abhängigkeitsprozesse im Gehirn aus.