(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)
Mittwoch, 16. Juni 2010
30-Jähriger radelt zur Mama: Mit dem Navi ins Chaos
Ein Radler hat am Niederrhein seinem Navi blind vertraut und ist damit mitten ins Chaos gesteuert. Die Polizei las den Mann kurz vor Mitternacht auf einer Bundesstraße in Bocholt auf. Der 30-Jährige aus Kleve hatte seine Eltern im münsterländischen Ahaus besuchen wollen und ihre Adresse in die Navigierfunktion des Handys eingetippt - Beginn einer Odyssee.
Dass der Computer für die 94 Kilometer nur eine Stunde und 50 Minuten Fahrzeit veranschlagte, kam dem Radler zunächst nicht spanisch vor. Was er beim Start gegen 17.00 Uhr nicht bemerkte: Er hatte die Route für Autos berechnen lassen. Stunden später strampelte der Arme immer noch tapfer vor sich hin.
Erst als ihn auf der - für Fahrräder verbotenen - Bundesstraße 473 immer wieder Autofahrer im Dunkeln anhupten, wurde er skeptisch. Er wählte den Notruf. Die Polizei versorgte den 30-Jährigen mit frischem Druck auf den Reifen und gab ihm zwei Wasserflaschen mit. Dann startete er zu seiner letzten Etappe durch die Nacht - und fand schließlich zu Muttern.
dpa
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