Panorama

Schlechte Stimmung am GartenzaunNachbar setzt tote Ratten als Waffe ein

13.07.2015, 14:59 Uhr

Eine britische Familie zankt sich über Jahre hinweg mit ihrem Nachbarn. An einem Sonntagnachmittag eskaliert der Streit dann mit einem ziemlich ekligen Ergebnis.

Einen bizarren Nachbarschaftsstreit hat sich ein 39-Jähriger mit der neben ihm lebenden Familie geliefert. Es sei nie einfach gewesen mit Alan Pilling, berichtete die Familie aus Skelmersdale, die anonym bleiben wollte, dem "Liverpool Echo". Über zweieinhalb Jahre hinweg sei es immer wieder zu Situationen gekommen, in denen der Nachbar beleidigend wurde und ziemlich bedrohlich auftrat.

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Tote Ratten auf dem Gartenweg. (Foto: Liverpool Echo)

Allerdings hätten sie sich nicht vorstellen können, wie weit Pilling gehen würde. Da jedoch ihre Befürchtungen wuchsen, ließ die Familie, die fünf Kinder hat, eine Überwachungskamera installieren. So wollten sie das Tun ihres Nachbarn dokumentieren. Und tatsächlich ist auf den Bildern deutlich zu sehen, zu welchen Mitteln Pilling im Mai griff.

Der 10. Mai war ein sonniger Sonntag. Gegen 15.20 Uhr kommt Pilling mit seinem Kleinbus und parkt an der Straße. Er öffnet eine Seitentür und nimmt einen Eimer heraus, den er mit Schwung auf den Gartenweg seiner Nachbarn kippt. Als die Familie vor ihr Haus tritt, sehen sie, worum es sich handelt: Vor ihnen lagen jede Menge toter Ratten.

Genug ist genug

"Als wir die toten Ratten auf dem Weg sahen, brachte es das Fass zum Überlaufen", sagte der Vater der Zeitung. "Die Kinder kamen heraus und wir versuchten, sie zu beschützen, aber es war schrecklich."

Da der Zwischenfall von den Überwachungskameras aufgezeichnet wurde, hatte die Familie nun einen Beweis, um die Belästigung zu belegen. "Ich habe so etwas noch nie erlebt, ein Polizist half uns, die Tiere einzusammeln. Mir wurde fast schlecht, und ich konnte nicht glauben, dass uns das passiert", berichtete der Vater.

Pilling erschien am 30. Juni vor Gericht und bekannte sich angesichts der erdrückenden Beweise schuldig. Er wurde zu Sozialstunden verurteilt und muss außerdem 60 Pfund Entschädigung an die Opfer zahlen. Zusätzlich hat er die Gerichtskosten von 235 Pfund zu tragen. Wie sich das nachbarschaftliche Verhältnis seitdem entwickelt hat, schrieb die Zeitung nicht.

Quelle: ntv.de, sba

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