Panorama

Explosion in RödinghausenNur ein Schutthaufen bleibt

25.12.2011, 16:00 Uhr
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Die Trümmer sind überall verstreut. (Foto: dapd)

Es ist noch einmal Glück im Unglück: Bei einer gigantischen Explosion wird ein Haus in Westfalen komplett zerstört. Allerdings kommt offenbar niemand ums Leben. Die Bewohner befinden sich im Urlaub. Mehrere Nachbarhäuser werden evakuiert.

Eine gewaltige Explosion hat ein Zweifamilienhaus im westfälischen Rödinghausen in Schutt und Asche gelegt. Spürhunde suchten am Morgen nach möglichen Opfern, sagte ein Sprecher der Polizei Herford. In dem Haus wohnte eine 16-köpfige Großfamilie, die aber im Weihnachtsurlaub sein soll. Bis zum Nachmittag wurden in den Trümmern keine Opfer gefunden.

Die Ursache des Unglücks ist noch unklar. Erste Erkenntnisse seien nicht vor Dienstag zu erwarten, sagte ein Polizeisprecher. Zunächst müsse der Schutthaufen abgetragen werden. Durch die Wucht der Detonation seien die Wände des Hauses nach außen "umgeklappt" und das Dach nach innen herabgestürzt. Auch ein Brand wurde entfacht, der noch in der Nacht gelöscht werden konnte.

Mehrere Häuser in der Nachbarschaft wurden wegen der starken Rauchentwicklung vorübergehend evakuiert. 14 Anwohner seien in einer Schule untergebracht worden, sagte der Sprecher des Kreises Herford, Klaus Wöhler. Sie konnten am Morgen des ersten Weihnachtstages in ihre Häuser zurückkehren. Trümmer des explodierten Hauses waren auch auf Nachbargrundstücken gelandet.

Lauter Knall

Rund 220 Rettungskräfte waren in der Nacht am Unglücksort im Einsatz. Der erste Notruf sei um etwa 3.30 Uhr eingegangen. Anwohner hätten einen lauten Knall gehört. "Von dem Haus ist nur noch Schutt und Asche übrig", sagte Wöhler.

Mehr als 40 Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) begannen indessen, mit einem Bagger und einem Tieflader den riesigen Schutthaufen abzutragen. Knapp 20 Polizisten waren zur Ermittlung der Brandursache vor Ort. In dem Haus lebte offenbar eine Großfamilie mit zahlreichen Kindern und Jugendlichen.

Quelle: dpa