Panorama

Vom Ordnungsamt konfisziertObdachloser erhält Eisenbahn zurück

15.09.2016, 14:51 Uhr
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Prallgefüllte Säcke: Reiner Schaad erhält Eisenbahn und andere Spielzeuge zurück. (Foto: dpa)

Als die Nachricht die Runde macht, regt sich schnell Protest: Viele Frankfurter solidarisieren sich mit "Eisenbahn"-Reiner, dem das Spielzeug abgenommen wurde. Nun erhält er es zurück. An seinem Stammplatz darf er es aber erstmal nicht aufbauen.

Ein als "Eisenbahn-Reiner" bekannter Obdachloser aus Frankfurt am Main hat seine Spielsachen zurück. Der 45-Jährige darf die Züge, Schienen und Figuren aber solange nicht wieder auf seinem Stammplatz in der Fußgängerzone Neue Kräme aufstellen, bis er eine Sondernutzungserlaubnis dafür hat. Das teilte die Stadt auf Anfrage mit.

Ob Reiner Schaad diese Genehmigung beantragen wird, war zunächst unklar. Der zuständige Verkehrsdezernent Klaus Oesterling hatte erkennen lassen, einen solchen Antrag wohlwollend zu prüfen.

Sein in blaue Müllsäcke verstautes Spielzeug deponierte "Eisenbahn"-Reiner unterdessen in einem Keller in der Nähe seines langjährigen Stammplatzes. Von dem Ausweichplatz, den ihm Ordnungsdezernent Markus Frank angeboten hatte, machte der Wohnsitzlose zunächst keinen Gebrauch.

Das Ordnungsamt hatte die Eisenbahn vor wenigen Tagen mit dem Hinweis beschlagnahmt, dass dem Mann die dafür vorgeschriebene Sondernutzungserlaubnis fehle und er mit seinen Habseligkeiten zu viel Platz im öffentlichen Raum beanspruche. Das sorgte für Aufruhr in den sozialen Netzwerken, in der Stadt und für Streit in der Koalition.

Quelle: ntv.de, apo/dpa

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