Panorama

"Jedes Auge wird ihn sehen"Ohne Handy kein Jüngster Tag

23.04.2011, 10:37 Uhr
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Das Jüngste Gericht von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle in Rom. (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Video-Handys und Youtube sind die Voraussetzung für die im Neuen Testament angekündigte Wiederkehr Christi am Jüngsten Tag. Das zumindest sagt ein evangelikaler Prediger in den USA.

Der einflussreiche US-Pastor Franklin Graham ist davon überzeugt, dass die Wiederkehr von Jesus zu einem riesigem Ereignis auf YouTube, Facebook und anderen Internet-Netzwerken werden wird.

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Franklin Graham ist der Sohn des Fernsehpredigers Billy Graham. (Foto: ASSOCIATED PRESS)

Nach der Vorhersage der Bibel würden "alle Augen" die Rückkehr von Christus sehen, sagte der 58-Jährige. Da frage er sich, wie das weltweit zur selben Zeit geschehen könne, sagte er dem US-Fernsehsender ABC in einem Oster-Interview. Der einzig vorstellbare Weg wäre es, "wenn alle plötzlich mit ihren Handys Aufnahmen davon machen würden und es weltweit in die Medien käme". Er könne sich deshalb vorstellen, dass "soziale Netzwerke einen großen Anteil an der Verbreitung der Nachricht haben werden."

In der Offenbarung des Johannes im Neuen Testament heißt es: "Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen" (Offb 1,7). Die Wiederkehr Christi leitet das Jüngste Gericht ein, an dem "jeder nach seinen Werken" gerichtet werde (Offb 20,13).

Graham verwies auf die wichtige Rolle von Handys und Internet bei den jüngsten Revolten in der arabischen Welt. "Jeder holt sein Handy heraus, macht Aufnahmen und lädt sie dann auf YouTube oder was auch immer, und so sieht sie dann die ganze Welt", sagte er.

Quelle: hvo/AFP