Samstag, 08. November 2008
"Extrem gefährlicher Hurrikan": "Paloma" trifft Cayman-Inseln
In der Karibik ist der Hurrikan "Paloma" auf seinem Weg in Richtung Kuba über die Cayman-Inseln hinweggefegt. Auf zwei der drei Cayman-Inseln richtete der Sturm, der Spitzengeschwindigkeiten von 220 Stundenkilometern erreichte, erheblichen Schaden an. In Kuba wurden mehrere Provinzen in Alarmbereitschaft versetzt und tausende Touristen in Sicherheit gebracht. Das US-Hurrikanzentrum kündigte an, "Paloma" werde sich in den nächsten Stunden etwas abschwächen, aber dennoch mit der vollen Wucht eines großen Hurrikans der Stufe vier auf Kuba treffen.
Für die sechs kubanischen Provinzen Camaguey, Las Tunas, Holgun, Granma, Santiago de Cuba und Guantnamo wurde die höchste Alarmstufe ausgerufen. Es wurde damit gerechnet, dass hunderttausende Menschen ihre Wohnungen würden verlassen müssen. Die örtlichen Behörden wurden aufgerufen, Vorkehrungen zum Schutz der Bevölkerung und der öffentlichen Einrichtungen zu treffen. Auf nördlichen Ferieninseln und im Zentrum des Landes seien 3000 ausländische Touristen in Sicherheit gebracht worden, teilte der kubanische Zivilschutz mit.
Fidel Castro tröstet Landsleute
Kuba wurde in diesem Jahr schon von vier schweren Stürmen heimgesucht und kämpft immer noch mit den Zerstörungen, die Hurrikane wie "Gustav" und "Ike" dort anrichteten. Der frühere Staatschef Fidel Castro versuchte seine Landsleute in einem Zeitungsartikel zu trösten und zu ermuntern. Die Menschen sollten eine positive Einstellung bewahren, schrieb der 82-Jährige, der aber erneut jegliche Hilfe der USA ablehnte.
Die Bewohner der Cayman-Inseln konnten derweil ihre Wohnungen verlassen, wo sie sich auf Anweisung der Behörden verbarrikadiert hatten. Ihnen bot sich ein Bild der Verwüstung: Der Sturm hatte Bäume umgeknickt, Gebäude zerstört und stellenweise zu Überschwemmungen geführt. "Wir haben gerade erst angefangen, den Schaden in Augenschein zunehmen", sagte der Bezirksverwalter Ernie Scott AFP telefonisch. Die beiden östlichen Kaiman-Inseln seien schwer beschädigt worden, viele Strommasten seien umgestürzt, auf den Straßen lägen die Drähte.
Die diesjährige Hurrikansaison war für die Bewohner der Karibik besonders zerstörerisch. Hunderte Menschen kamen ums Leben, und der Schaden geht in die Milliardenhöhe. Die Hurrikansaison dauert vom 1. Juni bis zum 30. November.
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