Falsche Fotos gezeigtPanne bei Terror-Fahndung
Für die Verwandten von fünf katalanischen Feuerwehrleute ist die Überraschung groß: Aus einem Fahndungs-Vido erfahren sie, dass ihre Angehörigen ETA-Terroristen sein sollen.
Bei der Fahndung nach den ETA-Terroristen, die südlich von Paris einen Polizisten erschossen haben, ist den Ermittlern möglicherweise eine Panne unterlaufen. Die Regierung der nordostspanischen Region Katalonien wies darauf hin, dass die auf einem Fahndungs-Video gezeigten Männer keine ETA-Terroristen seien, sondern katalanische Feuerwehrleute.
Diese hätten in der Gegend südlich von Paris Urlaub gemacht, in der am vorigen Dienstag ein Beamter bei einem Feuergefecht mit mutmaßlichen ETA-Mitgliedern getötet worden war. Wie ein katalanischer Regierungssprecher in Barcelona mitteilte, wurden die auf dem Video abgebildeten Feuerwehrleute einwandfrei von ihren Angehörigen erkannt. Katalonien habe sich mit den französischen Behörden in Verbindung gesetzt und darum gebeten, die Verbreitung des Videos über Internet zu stoppen.
Die Aufnahmen stammten von den Sicherheitskameras eines Einkaufszentrums. Das Video zeigt fünf Männer beim Einkaufen. Nach Darstellung der Sicherheitsbehörden sollen sie zu dem Terror-Kommando gehört haben, das einen Automarkt überfallen und anschließend einen Beamten getötet hatte.
Aus Fahndungskreisen in Spanien war dabei verlautet, einer der Männer sei der oberste Chef der ETA. Dafür hatte es aber keine offizielle Bestätigung gegeben. Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hatte entsprechende Medienberichte weder bestätigen noch dementieren wollen.