Dritter Mord mit der gleichen WaffeParkplatz-Mörder schlägt zu
Deutschland sucht einen geheimnisvollen Serienmörder. Erneut wird ein Mann auf einem Parkplatz erschossen, der auch als Schwulentreffpunkt bekannt ist. Der Täter nutzt immer die gleiche Waffe.
Nach dem gewaltsamen Tod eines Mannes in Kerpen bei Köln schließen die Ermittler einen Zusammenhang zu zwei Morden in Hessen und Baden-Württemberg nicht aus. Die Leichen der drei Männer wurden in der Nähe von Parkplätzen gefunden, die als Treffpunkte von Homosexuellen gelten.
Die Leiche des etwa 25- bis 30-Jährigen war vor einer Woche in einem Waldstück bei Kerpen-Buir gefunden worden. Der Tote war nur mit einem T-Shirt bekleidet. "Wir haben die Umgebung weiträumig abgesucht und dabei auch Kleidungsstücke gefunden", sagte der Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft, Alfred Willwacher. Ob die Kleidung dem Toten gehörte, sei noch unklar. Nachdem die Polizei am Donnerstag ein Foto des Toten veröffentlicht hatte, seien ungefähr zehn Hinweise eingegangen, doch die Identität des Mannes sei noch immer unbekannt.
Medienberichte, der Mann sei von einem Serienmörder erschossen worden, der aus Hass auf Homosexuelle töte, wollte die Polizei Köln nicht bestätigen. "Wir wissen noch nichts über die Identität des Täters. Bisher können wir nicht eindeutig sagen, dass er sich gezielt auf Personen aus dem Homosexuellen-Milieu konzentriert", sagte ein Sprecher.
Im Mai war ein 30-Jähriger erschossen auf einem Parkplatz im Landkreis Böblingen gefunden worden. Im Juli starb ein 70-Jähriger in der Nähe eines Parkplatzes an der Autobahn 5 nahe dem Frankfurter Flughafen. Beide Männer waren mit derselben Schusswaffe getötet worden. Sie starben an Kopfschüssen und waren nackt. Die Tatorte gelten als Treffpunkte von Homosexuellen. Auch in Kerpen soll es wenige Kilometer vom Fundort der Leiche entfernt einen solchen Treffpunkt geben.
Laut "Bild"-Zeitung vermutet das Bundeskriminalamt (BKA), dass der Täter seine Opfer in Internet-Foren findet. Dies wies BKA-Sprecher Gerhard Salmen zurück. "Es handelt sich hier nicht um ein BKA-Verfahren", sagte er.